Noch stromsparendere Chips sollen Intels Einzug in den Mobilmarkt garantieren

KomponentenWorkspace

Die Ivy-Bridge-Prozessoren sollen noch sparsamer werden – einige neue CPUs sollen sogar deutlich weniger als 17 Watt benötigen. So möchte der Chipriese endlich über ARMs Stromsparvorteil triumphieren und mehr in Tablets eingesetzt werden. Der Ivy-Bridge-Nachfolger Haswell soll sogar mit nur noch 10 Watt auskommen.

Intel will den Stromverbrauch seiner Prozessoren senken. Das gilt jedoch nicht für künftige CPU-Generationen, sondern auch für die derzeit erhältlichen Ivy-Bridge-Chips. Einer Quelle von News.com zufolge sollen künftige Versionen von Ivy Bridge deutlich weniger Strom benötigen als die aktuellen Modelle.

Der derzeit energieeffizienteste Ivy-Bridge-Prozessor hat eine Leistungsaufnahme von 17 Watt TDP. Er kommt unter anderem in Ultrabooks und Apples MacBook Air zum Einsatz. Der Quelle zufolge soll eine kommende Version von Ivy Bridge deutlich unter diesem Wert bleiben.

Das würde PC-Hersteller theoretisch in die Lage versetzen, den Chip auch in Tablets einzubauen. Ein erstes Gerät, das von einen Core-i5-Prozessor von Intel angetrieben wird, ist Microsofts Surface Pro. Bei dessen Prozessor soll es sich um das Ivy-Bridge-Modell mit einer Leistungsaufnahme von 17 Watt handeln.

Die meisten anderen 10- und 11-Zoll-Tablets nutzen Intels System-on-a-Chip Z2760. Der sehr energieeffiziente Intel-Prozessor kann jedoch nicht an die Leistung von Ivy-Bridge-CPUs heranreichen. Deswegen scheuen sich auch einige Hersteller, den Chip zu verbauen.

Grundsätzlich gilt, je geringer die Verlustleistung einer CPU ist, je höher ist die Akkulaufzeit und je dünner kann ein Produkt werden. Tablets mit ARM-Prozessoren sind teilweise weniger als 0,9 Zentimeter dick und wiegen weniger als 500 Gramm. Der Energieverbrauch von ARM-CPUs liegt meist unter 2 Watt. Der Akku entsprechender Geräte hält bei normaler Nutzung oft einen Tag oder länger durch.

Intels Mainstream-x86-Prozessoren können diese geringen Verbrauchswerte nicht erreichen. Dafür bieten sie deutlich mehr Rechenleistung als Chips, die auf der ARM-Architektur basieren. Das ist ein Grund dafür, dass Microsoft sein Tablet in zwei Versionen anbietet. Das Surface RT besitzt einen ARM-Prozessor und führt mit Windows RT eine speziell angepasste Version des Desktopbetriebssystems Windows 8 aus, während das Surface Pro dank Ivy-Bridge-CPU eine bessere Performance bietet und mit Windows 8 Pro ausgeliefert wird.

Im September kündigte der Chipriese an, dass bei der Haswell genannten nächsten Chip-Generation der Stromverbrauch im Fokus stehen wird. Die geplanten Low-Power-Modelle sollen im Betrieb nur etwa 10 Watt benötigen. Die Nachfolger von Haswell sollen noch energieeffizienter werden.

Wann die neuen sparsameren Ivy-Bridge-CPUs in den Handel kommen, ist bisher nicht bekannt. Eine Veröffentlichung im laufenden Jahr ist News.com zufolge aber eher unwahrscheinlich.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]