Kostenlose Security-Tools für Android

Anwender, die ihr Smartphone beruflich nutzen oder auch privat wichtige Daten darauf gespeichert haben, sollten sich auch um die Sicherheit ihres Geräts kümmern. Das Risiko, Opfer einer Cyberattacke zu werden, steigt. Dagegen helfen Security-Tools etablierter Hersteller. Viele sind sogar kostenlos. ITespresso stellt die interessantesten vor.

von Mehmet Toprak 0

Handyviren? Das ist doch nur Panikmache. Die Zahl der Viren für Mobilgeräte lässt sich an einer Hand abzählen, die Gefahr unterwegs Opfer einer Cyberattacke zu werden, ist verschwindend gering.

So oder so ähnlich hätte der durchschnittliche Business-Nutzer vor zwei oder drei Jahren noch reagiert, wenn man versucht hätte, ihm eine Security-Suite für sein Smartphone zu verkaufen. Das Bild hat sich gründlich geändert. Heute gehört die Sicherheit des Smartphones und der darin gespeicherten Daten zu den täglichen Sorgen mobiler Nutzer, vor allem wenn das Betriebssystem Android heißt.

Android im Visier der Angreifer

Der Security-Spezialist Websense meldet: “Mobile Geräte sind das neue Ziel”. Immer stärker genutzt werden dabei App-Stores. Malware-Programmierer nutzen Apps, um Schadcode einzuschleusen. Laut Websense könnte das 2013 vor allem deshalb zur Gefahr werden, weil immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern erlauben oder diese sogar ausdrücklich dazu ermuntern, ihre eigenen Mobilgeräte für berufliche Aufgaben zu nutzen. Unter dem Stichwort “Bring Your Own Device” (BYOD) wird der Trend derzeit häufig diskutiert.

Besonders bedroht sind Nutzer von Android-Geräten. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Virenspezialisten von Kaspersky Lab. Demnach gab es zwischen Juli und September mehr als 9000 Malware-Modifikationen für Android. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2012 die Android-Versionen Gingerbread (2.3.6) und Ice Cream Sandwich (4.0.4) am häufigsten angegriffen.

57 Prozent der Angriffe arbeiten mit SMS-Trojanern, die SMS-Nachrichten an kostenpflichtige Nummern verschicken. Der Besitzer merkt das zumeist erst dann, wenn es zu spät ist – nämlich in der Telefonrechnung. Großer Beliebtheit bei den Cyberkriminellen erfreuen sich auch Trojaner, die persönliche Daten auf dem Handy ausspionieren oder sogar die Steuerung des Mobilgeräts übernehmen können.

Die Grafik zeigt, dass 2012 (erstes bis drittes Quartal) fast 67 Prozent aller Angriffe im Mobilbereich auf Geräte mit Android-Betriebssystem zielten (Grafik: F-Secure)

F-Secure hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal in seinen Labors mehr als 51 000 Samples von Android-Malware gefunden. Das wäre ein Anstieg um das mehr als Zehnfache gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das BSI warnt

Wer jetzt immer noch glaubt, das sei wohlfeile Unternehmens-PR, die nur den Absatz von Security-Software ankurbeln soll, sollte einmal die Seiten unabhängiger Institutionen besuchen. Etwa die des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Da heißt es beispielsweise auf den Bürger-CERT-Seiten: “Bei der Nutzung des Internets mit mobilen Geräten, wie einem Smartphone, müssen Sie genauso vorsichtig sein wie mit stationärer Hardware, etwa einem PC.” Es folgen zahlreiche praktische Tipps zum sicheren Umgang mit Mobilgeräten.

Anwender, die auf einem Smartphone oder Tablet-PC wichtige Daten herumtragen, sollten sich also spätestens jetzt um die Sicherheit kümmern. Fast alle der etablierten Hersteller haben neben den bekannten Virenscannern und Firewalls für den Desktop-PC auch Sicherheits-Suiten für Smartphones im Angebot. Auch hier dominieren die Programme für Android.

Nur für private Nutzung

Viele dieser Programme sind sogar kostenlos. Allerdings nur für dieprivate Nutzung. Wer als Selbstständiger oder Angestellter sein Samsung Galaxy oder HTC-Smartphone mit einem mobilen Security-Tool ausstattet, muss die kommerzielle Version nehmen.

Die Preise für kostenpflichtige Mobile-Security-Software bewegen sich meistens deutlich unter 30 Euro. Auch für unter 20 Euro sind schon Lösungen zu haben, beispielsweise die Mobile Security Personal Edition von Trend Micro oder Mobile Security von Total Defense.

Auch Anbieter, die ihre Security-Programme nicht gratis abgeben, bieten kostenlose Testversionen. Solche findet man beispielsweise bei Kaspersky, Trend Micro oder Symantec. Darüber hinaus stellen einige Hersteller im Web Spezial-Tools kostenlos bereit, die nur für die Entfernung eines bestimmten Schädlings gedacht sind.

Großer Funktionsumfang

Der Funktionsumfang der allermeisten kostenlosen Programme ist beachtlich. Sie scannen Apps auf Schadcode, blockieren Phishing-Websites, filtern Spam und können sich sogar im Falle von Verlust oder Diebstahl des Handys nützlich machen. Dann ermöglichen sie es dem Besitzer, das Handy zu orten und die Daten darauf zu sperren oder zu löschen – vorausgesetzt das Mobilgerät hat einen aktiven Internetanschluss.

Die Security-Tools sind jeweils über Google Play verfügbar. Eine Auswahl von kostenlosen Security-Tools finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

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