Google erlaubt bei seiner Compute Engine nun die Auswahl des Hostingstandorts

Damit lassen sich nun gezielt Rechenzentren in Europa für das Hosting von Daten und Anwendungen auswählen. Im Rahmen des Ausbaus der Compute Enginge biette Google Kunden nun zudem 36 neue Instanztypen an. Gleichzeitig senkt der Konzern die Preise um fünf Prozent.

von Stefan Beiersmann 0


Google hat seine Cloud-Plattform Compute Engine, mit der es in Konkurrenz zu Amazon Web Services steht, um 36 neue Instanztypen erweitert. Darüber hinaus können Kunden von Google App Engine, Cloud Storage, Cloud SQL und Compute Engine ihre Applikationen, Daten und virtuellen Maschinen nun gezielt in europäischen Rechenzentren hosten.

Googles Rechenzentrum in der finnischen Stadt Hamina (Bild: Google)

Die gezielte Auswahl von Rechenzentren in Europa soll Nutzern helfen, ihre Cloud-Angebote näher an ihre Kunden heranzubringen. Google verspricht sich durch die Nähe auch eine höhere Leistung. Allerdings können Nutzer nicht auswählen, wo genau in Europa ihre Daten gespeichert werden. Damit können Kunden, die sich an rechtliche Auflagen in Bezug auf den Standort ihrer Daten halten müssen, das Angebot möglicherweise trotzdem nicht in Anspruch nehmen.

Zu den Neuerungen für Compute Engine zählt zudem eine High-Memory-Instanz, die für Anwendungen gedacht ist, die besonders viel Hauptspeicher benötigen. Die High-CPU-Instanz bezeichnet Google hingegen als eine kostengünstige Option, wenn weniger Hauptspeicher erforderlich ist.

Zudem bietet Google nun eine sogenannte “Diskless”-Konfiguration an. Sie richtet sich an Applikationen, die nur mit einem persistenten Plattenspeicher auskommen und auf einen flüchtigen Speicher, der allerdings mehr Leistung bietet, verzichten können. Die Preise für die vier bisher erhältlichen Instanzen senkt Google um rund fünf Prozent.

Mit Persistent Disk Snapshots stellt Google auch eine neue Funktion vor. Sie ermöglicht es, eine Kopie einer Festplatte zu erstellen und sie auf andere Rechenzentren von Google zu übertragen. Das Backup kann auch benutzt werden, um eine neue virtuelle Maschine einzurichten.

[mit Material von Jack Clark, ZDNet.com]

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