Gmail verschickt jetzt auch Dateianhänge aus Google Drive

Damit lassen sich in der Cloud gespeicherte Dateien mit bis zu 10 GByte Größe verschicken. Die Obergrenze für Anhänge lag bei Googles Maildienst bisher bei 25 MByte. Um die Möglichkeit nutzen zu können, müssen Anwender jedoch den neuen Nachrichteneditor einsetzen – der in den kommenden Tagen allgemein verfügbar wird.

von Peter Marwan 0


Google hat seinen Cloud-Speicherdienst Drive mit Gmail integriert. Darüber können Nutzer nun Dateianhänge mit einer Größe von bis zu 10 GByte verschicken. Das entspricht dem 400-Fachen der bisher maximal möglichen Anhanggröße von 25 MByte.

Ein “Smart Assistent” stellt sicher, dass Empfänger die nötigen Berechtigungen zum Öffnen der versandten Dateien besitzen, wie Produktmanager Phil Sharp in einem Blogeintrag schreibt. Dieser arbeite ähnlich wie die Prüffunktion für vergessene Anhänge: Sobald der Nutzer eine in Drive gespeicherte Datei verschicken will, die nicht für alle Empfänger zugänglich ist, erhält er einen Hinweis und die Möglichkeit, die Sharing-Einstellungen der Datei direkt aus der E-Mail heraus zu ändern. Das soll auch mit in die Nachricht eingefügten Links auf Google Drive funktionieren.

Um einen Drive-Anhang hinzuzufügen klicken Anwender in der Funktionsleiste am unteren Rand des Schreibfensters das Drive-Symbol an. Das Feature steht laut Sharp allerdings nur bei Verwendung des neuen Nachrichteneditors zur Verfügung. Daruaf sollen in den kommenden Tagen alle Anwender Zugriff erhalten.

Mozillas E-Mail-Client Thunderbird bietet ein ähnliches Feature seit Version 13, mit den sogenannten Filelink-Anhängen. Damit können Nutzer große Dateien, die sie verschicken möchten, in die Cloud hochladen. Anschließend versenden sie nur einen Link auf die dort abgelegten Daten. Dadurch lässt sich vermeiden, dass E-Mails nicht zugestellt werden, weil sie aufgrund der Größe des Anhangs vom System des Empfängers abgelehnt werden. Außerdem bleiben der “Gesendet”-Ordner und das Postfach des Empfängers schlanker. Thunderbird unterstützt die Online-Speicherdienste Box.com, Ubuntu One und YouSendIt.

Jeden Tag werden weltweit 89 Milliarden geschäftliche E-Mails verschickt. Laut dem Marktforschungsunternehmen The Radicati Group steigt die Zahl der täglich von Unternehmen verschickten Mails bis 2016 auf rund 144 Milliarden an. Dagegen ist die Zahl der privat verschickten Mails rückläufig. Werden derzeit noch fast 56 Milliarden pro Tag verschickt, sollen es 2016 nur noch 48 Milliarden sein. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die zunehmende Nutzung von sozialen Netzwerken und Instant Messengern sein (Grafik: Statista).

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
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