Desktops: Intel plant angeblich Wechsel zu fest verbauten Prozessoren

Damit müssten Verbraucher auf die Möglichkeit verzichten, ein Upgrade des Prozessors vornehmen zu können. Vorteile hätte die Strategie für besonders dünne Notebooks und All-in-One-Desktops. Die Umstellung soll Berichten zufolge mit der Einführung der Chip-Generation “Broadwell” im Jahr 2014 einhergehen.

von Stefan Beiersmann 0


Intel wird ab 2014 nur noch Desktop-Prozessoren anbieten, die fest auf einem Mainboard verbaut sind. Das berichtet zumindest X-Bit Labs unter Berufung auf die japanische Website PC-Watch. Demnach ist der Wechsel bereits mit der für übernächstes Jahr geplanten Chip-Generation, die derzeit unter dem Codenamen “Broadwell” geführt wird. Verbrauchern würde dadurch die Möglichkeit genommen, ein Prozessor-Upgrade durchzuführen.

Stimmen die jetzt durchgesickerten Informationen, bietet Intel ab 2014 nicht mehr nur Atom-, sondern auch Desktop-Prozessoren als fest verbaute Komponete an (Bild: Intel).

Derzeit stellen bei Desktop-Prozessoren von Intel und AMD Kontaktflächen oder Pins auf der Rückseite des CPU-Gehäuses die Verbindung zum Prozessorsockel auf dem Mainboard her. Dem Bericht zufolge enthält eine durchgesickerte Roadmap von Intel für Broadwell jedoch nur Hinweise auf Chips in sogennanter BGA-Bauweise. BGAs (Ball Grid Array) besitzen auf der Rückseite Lötkügelchen, die fest mit den Kontaktflächen auf dem Mainboard verbunden werden. Intel nutzt BGA derzeit nur bei seinen Atom-Prozessoren.

Intels Broadwell-Prozessoren werden sich vor allem durch einen niedrigen Energieverbrauch auszeichnen. Laut X-Bit Labs beträgt die Leistungsaufnahme zwischen 10 und 57 Watt TDP. Zudem verfügen sie über eine integrierte Grafikeinheit, einen Speichercontroller und einen Wildcat Point genannten Eingabe/Ausgabe-Controller aus.

Vorteile ergeben sich nach Einschätzung von X-Bit Labs für Hersteller von Tablets, besonders dünnen Notebooks und All-in-One-Desktops, da Prozessoren mit BGA weniger Platz benötigen als Systeme mit Sockel. Ein Nachteil ist, dass PC-Hersteller mehr unterschiedliche Mainboard-Typen mit fest verbauten CPUs vorhalten müssen, um ihren Kunden eine entsprechende Auswahl bieten zu können. Größere Lagerbestände binden jedoch mehr Kapital und stellen ein höheres Geschäftsrisiko dar.

X-Bit Labs erwartet, dass Intel die Umstellung auf BGA auf Mainstream-Prozessoren beschränken wird. High-End-CPUs für Desktop-Plattformen werde Intel möglicherweise weiterhin mit Sockel anbieten – allerdings zu einem höheren Preis als bisher.

[mit Material von Nick Farrell, TechEye.net

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