Allyve stellt Software für datenschutzkonforme Social Plug-ins vor

Gemeinsam mit dem TÜV Rheinland hat die Firma Allyve das Datenschutzkonzept “Privacy-by-Default” entwickelt: Es soll Nutzern die Hoheit über ihre Daten zurückgeben und für Betreiber von Websites das Datenschutzproblem bei der Einbindung von Social-Plug-ins aus der Welt schaffen.

von Peter Marwan 0


Die Hamburger Firma Allyve hat ihr zusammen mit dem TÜV Rheinland entwickeltes Datenschutzkonzept “Privacy-by-Default” vorgestellt. Umsetzen lässt es sich ab sofort für alle Social Plug-ins in der Software “Allyve All-in-One”. Die wurde vom TÜV Rheinland als konform zu allen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zertifiziert. Allyve All-in-One ist laut Anbieter in Deutschland die erste datenschutzkonforme Lösung für Social-Media-Integration.

Erforderlich ist solch eine Lösung, da die sich Websitebetreiber mit dem Einbinden von Social-Plug-ins – also etwa den Like-Button von Facebook, den Tweet-Button von Twitter oder den Empfehlungs-Button von Google+ – in eine ist rechtliche Grauzone begeben. Loggen sich nämlich Nutzer über die Buttons von sozialen Netzwerken ein, um sich zu registrieren oder Inhalte zu teilen, wird ein für sich undurchschaubarer Authentifizierungsprozess in Gang gesetzt, bei dem unklar bleibt, welche Daten zu welchem Zweck zwischen dem Netzwerk und der Website ausgetauscht werden.

Mit Allyve bekommen Nutzer einer Website die Möglichkeit, den Datenfluss durch Social-Plug-ins nachzuvollziehen und selbst einzugreifen, der Betreiber kann sich sicher sein, rechtliche Anforderungen korrekt umzusetzen (Bild: Allyve).

In der Regel erhält die Website dabei ein großes Paket an Daten. Neben Name, E-Mail und Freundesliste gehören dazu zum Beispiel auch alle Informationen, die der Nutzer dem Netzwerk “öffentlich zugänglich” gemacht hat. Welche Informationen genau übertragen werden, kann der Nutzer allerdings weder einsehen noch beeinflussen.

Hier setzt das Allyves Datenschutzkonzept “Privacy-by-Default” an. Er erweitert den Authentifizierungsprozess über Social-Media-Profile für den Nutzer um zwei zusätzliche Schritte, ganz so, wie es die Gesetzgebung verlangt: Klickt ein Nutzer nun auf einen Social-Button, erscheint ein Fenster mit Datenschutzhinweisen. Dafür werden die Daten aus den integrierten Plug-ins auf der Website verwendet. Nach dem Log-in wird eine Auswahlmaske zur Datenfreigabe gezeigt. Hier kann der Nutzer selbst bestimmen, ob Profilinformationen wie Geburtstag, Interessen oder Aktivitäten vom Netzwerk an die Website übergeben werden sollen. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist somit gewahrt. Der Nutzer kann jedoch jederzeit von seinem Änderungs- und Widerrufsrecht direkt auf der Website Gebrauch machen.

“Unser Datenschutzkonzept ist auch ein Statement gegen das unnötige Datensammeln. Websitebetreiber können zunächst netzwerkübergreifend festlegen, welche Nutzerdaten sie aus den Netzwerkprofilen ihrer Nutzer verarbeiten möchten. Ein Onlineshop braucht sicher nicht die Partyfotos oder Freundeslisten seiner Kunden. Die rechtskonform erhaltenen Nutzerdaten können Seitenbetreiber nutzen, um zum Beispiel den Log-in-Prozess zu vereinfachen oder personalisierte Webseiten, Angebote oder Werbung anzuzeigen”, so Allyve-Geschäftsführer Thomas Völcker.

Angeboten wird die Software trotz ihres Namens All-in-One in einem modularen Bausatz. Damit können Websitebetreiber Social Plug-ins und Social Media Services buchen, die für Ihre Website relevant sind. Zweiter Faktor für den letzendlichen Preis beeinflusst, ist die Anzahl der Unique Visitor der Website pro Monat.

Zwischen 1000 und 10.000 velangt Allyve zum Beispiel 199 Euro pro Monat, bei 10.000 bis 100.000 Besuchern 299 Euro. Wer mehr als eine Million Besucher hat, kommt mit 799 Euro vergleichsweise günstig weg. Die Einordnung in eine Preiskatagorie ist – wenig cloud-like – für eine Website für ein Vertragsjahr festgelegt. Start-ups mit einer Website, die weniger als zwölf Monate existiert, bekommen 50 Prozent Rabatt.

Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
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