Androiden wollen zu offenen Replikanten werden

MobileMobile OSSoftware

“Wirklich freie” Android-Programmierer suchen Verstärkung für den quelloffenen System-Klon “Replicant”. Wie bei verschiedenen Linux-Varianten bezeichnen sie ihre Android-Version als “Distribution” und arbeiten unerschrocken daran, die noch geschlossenen Android-Codes durch offene Software zu ersetzen.

Die OpenSource-Community sucht weitere Entwickler für “Replicant”. Version 4.0 0001 wurde kürzlich veröffentlicht und orientiert sich an Android 4.0. Google untersagte in einer neuen Klausel zwar das Entwickeln von “Forks” seines Mobilbetriebssystems Android, doch da hat der Internet-Multi die Rechnung ohne die freien Programmierer gemacht: Was einmal als Open Source bezeichnet wurde, soll immer offen bleiben, heißt es in der Gemeinde der Fürsprecher offenen Quellodes.

Mit ihrem Projekt “Replicant” wollen sie einen wirklich offenen Counterpart zu Android realisieren. Die komplett freie Software wird von einer Gruppe von Enthusiasten gebaut, die von sich selbst behauptet, mit keinerlei kommerziellem Sponsor verbunden zu sein. Nur das Webhosting wird “gespendet”. Die Gründer Bradley M. Kuhn, Aaron Williamson, Graziano Sorbaioli und Denis ‘GNUtoo’ Carikli suchen nun weitere Mitstreiter, um unter Apache-2.0-Lizenz die letzten noch nicht quelloffenen Komponenten auszutauschen.

Das allerdings ist schwierig bei gerätespezifischen Ansteuerungen von Hardware-Komponenten der Smartphones. Letztendlich soll dann jedoch alles über eine  offenen Stack gesteuert werden, an den die Gerätehersteller ihre “Treiber” andocken können. Im Blogbeitrag zur aktuellen Version machen die Entwickler deutlich: “Wir heißen ernsthafte neue Mitstreiter jederzeit willkommen” – derzeit arbeiten nur zwei der vier Gründer konkret an “hunderten Zeilen Code”.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen