Ex-Nokia-Mitarbeiter bringen 2013 ihr eigenes Smartphone

Die Finnen haben die Strategie ihres früheren Arbeitgebers, alle Karten auf Microsofts Windows Phone zu setzen, zum Anlass genommen, um mit eigenen Mitteln zurückzuschlagen. Mit “Sailfish” beleben sie die “Meego”-Kooperation mit Intel wieder und erweitern die Mobil-Software. Auch Ericsson sitzt im Boot.

von Manfred Kohlen 0

Kommendes Jahr will eine Gruppe von ehemaligen Nokia-Angestellten mit ihrem eigenen Smartphone groß herauskommen. Im Sommer 2013 kommt das Smartphone von “Jolla”, einem Unternehmen, das mit dem Gerät und dem MeeGo-Betriebssystem-Nachfolger “Sailfish” das “beste und innovativste Smartphone seit langem” – so zitiert sie zumindest ein AFP-Bericht auf phys.org) – auf den Markt bringen will.

Erste Gerüchte in dieser Richtung gab es schon im Sommer, jetzt liegen konkrete Pläne vor. Unter den Gründern sind fünf ehemalige Nokia-Ingenieure. Aufsichtsratsvorsitzender Antti Saarnio verspricht den großen Produktknaller im Highend-Bereich für Mitte 2013.

Trotz Premium-Qualität statt Massenprodukt sei der Hauptmarkt China – wo man mit der chinesischen Handelskette D.Phone Group bereits einen Vertriebspartner habe. In China will das finnische Unternehmen auch eine Filiale eröffnen, für die es noch MeeGo-erfahrene Entwickler sucht. Und als Hardwarepartner für die Chip-Produktion hat man inzwischen ST Ericsson gewonnen.

Zudem wurde das Betriebssystem Sailfish vorgestellt.”Das Hauptziel ist es, Innovation in einen stagnierenden Markt zu bringen”, teilte Jolla auf der Veranstaltung in Helsinki mit. Sailfish OS ermögliche Multitasking ohne die üblichen Umwege. Die Anwender könnten Programme direkt vom Startbildschirm aus nutzen und beispielsweise einen Anruf beenden oder einen Song vorübergehend anhalten, ohne dafür in die App zu wechseln. Das gehe auch deutlich schneller.

Menüs zum Ausklappen geben dem Anwender außerdem eine Vorschau auf Statusinformationen. Darüber hinaus soll es Möglichkeiten zur Personalisierung geben. Die Preview ist auch als Video verfügbar. Jolla nutzte dafür erst einmal ein Nokia N950.

Mit Ericsson arbeitet Jolla daran, Sailfish OS für dessen Plattform NovaThor anzupassen. Jolla-CEO Marc Dillon sagte, weitere Partnerschaften mit Anbietern von Chipsätzen würden folgen. Jolla hat bereits über 50 Mitarbeiter in Finnland, Tendenz steigend.

[mit Material von Steve McCaskill, TechWeekEurope.co.uk und Florian Kalenda, ZDNet.de]

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