Intel arbeitet an speziellem Atom-Prozessor für Storage-Aufgaben

Die CPUs mit dem Codenamen “Briarwood” sollen 2013 in den Handel kommen. Intel rüstet sie mit zwei Kernen, Hyperthreading und DDR-3-Speichercontroller aus. Die Leistungsaufnahme liegt zwischen 11,7 und 14,1 Watt TDP.

von Stefan Beiersmann 0


Intel arbeitet an Atom-Prozessoren, die in Storage-Applikationen zum Einsatz kommen sollen. Die unter dem Codenamen “Briarwood” entwickelten CPUs sollen einem Bericht von Decrypted Tech zufolge im kommenden Jahr erhätlich sein. Technisch ähneln sie den Centerton genannten Atom-Chips für Microserver, die das Unternehmen im April vorgestellt hatte.

Dem Bericht zufolge besitzen Briarwood-CPUs zwei Saltwell-x86-Kerne. Sie unterstützen Virtualisierung und Hyperthreading. Die neuen Chips verfügen auch über einen Speichercontroller für Single Channel DDR3-RAM. Darüber hinaus ist Intels Crystal Beach DMA Engine integriert, sodass sie mit RAID 5 und 6 umgehen können.

Insgesamt soll es drei Versionen des Prozessors geben. Zwei davon – Atom S1269 und S1279 -, sind mit 1,6 GHz getaktet. Ersterer besitzt 32 PCI Express 2.0 Lanes und benötigt 11,7 Watt, Letzterer hat 40 PCI Express 2.0 Lanes und verbraucht 13,1 Watt. Der dritte Chip – Atom S1289 – ist mit 2 GHz etwas schneller als die beiden anderen Modelle. Seine Leistungsaufnahme liegt bei 14,1 Watt TDP. Ansonsten entspricht der Atom S1289 dem S1279.

Laut Intel soll Briarwood SAN-Lösungen (Storage Area Network) und SBB-Produkte (Storage Building Blocks) antreiben. Decrypted Tech vermutet, dass die neuen CPUs aufgrund des geringen Energieverbrauchs und der Kompatibilität mit Intels x86-Architektur auf großes Interesse stoßen werden.

Ebenfalls im kommenden Jahr will Intel einen Atom-Chip mit 22 Nanometern für Microserver auf den Markt bringen. Das System-on-a-Chip mit dem Codenamen “Avoton” soll dank der geringeren Strukturbreite noch sparsamer arbeiten als “Centerton” mit 32 Nanometern. Wie groß der Vorteil sein wird, ist bisher nicht bekannt. Zur Thermal Design Power (TDP) machte Intel bei einer Präsentation im Juni keine Angaben.

[mit Material von Nick Farrell, TechEye.net]

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