Teamviewer 8 bringt mehr Funktionen für den IT-Support

Die neue Version des Programms unterstützt mittlerweile auch die Rechteverteilung in Gruppen. In der iOS-Version nutzt sie nun Retina-Displays voll aus. Unter Linux bietet sie jetzt auch die vollwertige Fernsteuerung von Servern.

von Manfred Kohlen 0


Teamviewer hat Version 8 seiner Software für Fernsteuerung, Wartung und Online-Meetings bereitgestellt. Mit einer neuen “Management Console” unterstützt Teamviewer durch webbasierte Verwaltung nun auch die Arbeit von verteilt arbeitenden IT-Support-Teams. Die Konsole soll eine umfassende Benutzerverwaltung, die Protokollierung von Verbindungen aus allen Sitzungen sowie den browserbasierten Aufbau von Remote-Verbindungen “mit einem einzigen Mausklick” ermöglichen.

Mit Teamviewer 8 lässt sich filigran einstellen, wer welchen Rechner fernsteuern darf. (Screenshot: Teamviewer)

Der Göppinger Anbieter, dessen Produkt vor allem im IT-Support eingesetzt wird, hat mit den neuen Funktionen die Technik-Abteilungen der Unternehmen im Visier. Das Einrichten, Hinzufügen oder Deaktivieren von Teamviewer-Accounts für Mitarbeiter, die die Software für den IT-Support nutzen, ist jederzeit möglich – die bezahlten Lizenzen können dann an andere Mitarbeiter für begrenzte Wartungaufgaben neu vergeben werden.

Auch die integrierten Abrechnungsfunktionen sind erweitert: Was der Support wie lange für welchen Kunden oder welche Abteilung getan hat, lässt sich mitprotokollieren und leicht in Rechnungen umsetzen – Teamviewer loggt in seiner neuen Version automatisch alle Verbindungen des Support-Teams mit, unabhängig davon, ob diese zum Beispiel von einem Windows-, Mac- oder Linux-Rechner, browserbasiert oder von einem Smartphone aus erfolgen. Neu ist auch eine Kommentarfunktion  für die Sitzungsprotokolle – diese soll die Dokumentation erleichtern. Die Sitzungen können auch samt Audio und Video aufgezeichnet werden.

Der Teamviewer Webconnector erlaubt, Wartungssitzungen von unterwegs zu starten.

Mit Teamviewer 8 ist jetzt auch auf Linux-Rechnern die Einrichtung als Systemdienst möglich, etwa um unbeaufsichtigte Server mit dem freien Betriebssystem zu steuern – samt Funktionen wie Login, Logout und Neustart des Systems.

Sitzungen lassen sich im laufenden Betrieb abgeben.

Weitere Neuerungen sind der Start von Remote-Sitzungen direkt aus der Browser-Konsole heraus (etwa für Supportsitzungen von unterwegs), das Ausdrucken von Dokumenten eines entfernten Rechners auf einem lokalen Drucker (also Remote Printing mal anders herum) und die Möglichkeit, laufende Sitzungen von Online-Meetings an einen anderen Supporter zu übergeben.

Teamviewer kann nun auch als Button in Outlook integriert werden – die erweiterte Outlook-Integration soll bei Online-Meetings für gesteigerten Komfort sorgen. So können Online-Konferenzen und Support-Sitzungen direkt im Outlook-Kalender geplant, gestartet und gespeichert werden.

Das Meeting- und Fernwartungs-Programm kann jetzt auch direkt aus Outlook heraus getartet werden.

Neu ist auch die Übertragung von Audio und Echtzeit-Video vom entfernten Computer zum lokal genutzten Gerät. Teamviewer 8 läuft auch unter Windows 8: Spezielle Windows-8-Features (wie beispielsweise die neue Charms-Leiste) können auf einem entfernten Computer über die Toolbar im Sitzungsfenster gesteuert werden. “Bei der Nutzung von Touchscreen zu Touchscreen profitieren Anwender von der einfachen Bedienung durch moderne Multi-Touch-Gesten”, preist das Unternehmen die Neuerung.

Die Windows-, Mac- und Linux-Version von Teamviewer 8 ist ist ab sofort als Download erhältlich und zu Einstegspreisen ab 499 Euro (netto) zu haben – ist dann aber unbegrenzt für beliebig viele Sessions inklusive Support und Versions-Updates gültig.

Die Teamviewer Management Console ist allerdings exklusiv den Lizenzen “Premium” (998 Euro) und “Corporate” (1990 Euro für bis zu drei gleichzeitige und unterschiedliche Sitzungen, bei bis zu 25 Meeting-Teilnehmern) vorbehalten. Für den privaten Gebrauch ist Teamviewer komplett kostenlos.

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