Adobe gibt Datenverlust durch Hackerangriff zu

Betroffen ist Adobes Website ConnectUsers. Ein Hacker aus Ägypten erbeutete dort E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter von 150.000 Nutzern – darunter offenbar auch einige von Mitarbeiter von US-Regierungsbehörden.

von Stefan Beiersmann 0


Adobe hat die Aussagen eines ägyptischen Hackers bestätigt, der nach eigenen Angaben im Besitz einer Datenbank mit Namen, E-Mail-Adressen und verschlüsselten Passwörtern von Nutzern von Adobes ConnectUsers-Website ist. Wie Reuters mitteilt, sind 150.000 Mitglieder von ConnectUsers.com betroffen. Die Seite ist derzeit offline.

Einem früheren Bericht von Computerworld zufolge veröffentlichte der Hacker, der sich selbst “VirusS_HimA” nennt, Daten von 230 Nutzern auf Pastebin. Die darin enthaltenen E-Mail-Adressen endeten ausschließlich auf “adobe.com”, “.mil” und “.gov”. Sie gehörten unter anderem zu mehreren US-Behörden, etwa dem Ministerium für Transport und Heimatschutz, dem Innenministerium und der US-Bundesluftfahrtbehörde.

Von den Passwörtern liegen laut Computerworld nur die MD5-Hashes vor. Allerdings sei es möglich, mit ausreichend Rechenleistung und den richtigen Werkzeugen die Passwörter aus den MD5-Hashes wiederherzustellen. Viele MD5-Hashes seien zudem schon entschlüsselt worden und ebenfalls im Internet zugänglich. Die gestohlenen Passwörter können Hackern beispielsweise verwenden, um sich im Namen eines Nutzers bei Websites udn Diensten anzumelden.

Reuters zufolge hat der Hacker die Daten ins Internet gestellt, um darauf aufmerksam zu machen, dass Adobe Sicherheitsprobleme nur zögerlich behebt. Darüber hinaus kündigte er an, weitere Nutzerdaten zu veröffentlichen, die von einem Angriff auf Yahoo stammen sollen.

Schon Ende September musste Adobe den Diebstahl eines Sicherheitszertifikats zugeben, das zur Codesignierung verwendet wird. Damit war es möglich, Malware als legitime Software von Adobe auszugeben. Anfang Oktober erklärte Adobe das Zertifikat für ungültig, um einen Missbrauch zu verhindern.

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