Gründer von McAfee versteckt sich vor der Polizei

Die Polizei in Belize möchte den Gründer des Sicherheitsunternehmens, das heute zu Intel gehört, in einem Mordfall vernehmen. John McAfee befürchtet eine Verschwörung und ist flüchtig. Mit der von ihm gegründeten Firma hat er schon lange nichts mehr zu tun.

von Peter Marwan 0


John McAfee wird von der Polizei des mittelamerikansichen Landes Belize gesucht. Wie Gizmodo berichtet, soll er in einem Mordfall auszusagen. Der in Großbritannien geborene Amerikaner ist der Gründer des gleichnamigen Sicherheitsanbieters, der inzwischen zu Intel gehört.

Marco Vidal dem Polizeichef von Belize zufolge, geht es um den Mord an einem weiteren Amerikaner, Gregory Faull, der am Samstag in San Pedro Town auf der Insel Ambergris Caye erschossen wurde. Faull hatte sich kürzlich im Rathaus der Stadt über McAfee beschwert, weil dieser Waffen abfeuere.

Schon im April beklagte sich John McAfee gegenüber Channel5 Belize über das Vorgehen der Polizei gegen ihn (Screenshot: ITespresso).

John McAfee hat sich bei Wired gemeldet. Der Website gegenüber sprach er von einer Verschwörung: Falls man ihn fasse, befürchte er in Untersuchungshaft zu sterben oder ohne Angabe von Gründen verurteilt zu werden.

Im April wurde er bereits bei einer Razzia in seinem Haus verhaftet, aber kurz darauf wieder freigelassen. Er konnte Lizenzen für alle Feuerwaffen in seinem Besitz vorweisen und stellte mit der gefundenen Ausrüstung für chemische Experimente offenbar nur eine antibakterielle pflanzliche Lösung her. Auch damals führte er die Polizeiaktion, bei der sein Hund getötet, das Haus beschäfigt und er in Handschellen abgeführt wurde, im Gespräch mit lokalen Medien auf gegen ihn gerichtete, verschwörungsähnliche Machenschaften zurück.

Mit dem Sicherheitsunternehmen, das noch seinen Namen trägt, hat McAfee seit vielen Jahren nichts mehr zu tun. Unter anderem versuchte er sich als Reiseveranstalter und Buchautor. Kürzlich hatte sich McAfee in einem Interview mit einer Techniksite noch mit seinen Verbindungen zur Unterwelt in Belize gerühmt. Er soll auch mit Drogen experimentiert haben.

McAfee selbst sieht sich dagegen als harmlosen alten Mann und Opfer politischer Machenschaften in dem Land: “Ich habe Hilfsprogramme für hungrige Kinder ins Leben gerufen, ich habe Müttern geholfen, deren Ehemänner schlichtweg verschwunden sind. Ich bin ein alter Mann, ich bin sechsundsechszig Jahre alt. Ich habe ein nettes Vermögen und nicht viel zu tun. Also gebe ich mein Geld da aus, wo es meiner Meinung nach Gutes bewirkt.”

Update 19. November 2012, 12 Uhr 52: In einem eigenen Blog berichtet John McAfee ab jetzt von seiner Sicht der Dinge: www.whoismcafee.com

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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