Foxconn denkt über Werk in den USA nach

Als Standort sind Detroit und Los Angeles im Gespräch. Dort sollen LCD-Fernseher gebaut werden. Foxconn-President Terry Gou will in den USA auch Ingenieure weiterbilden lassen, um die Fertigung in anderen Ländern zu optimieren.

von Peter Marwan 0


Foxconn International will eine Fabrik in den USA bauen. Einem Bericht von Sina News zufolge prüft es dafür gerade Standorte, unter anderem in Detroit und Los Angeles. Sina zitiert “Marktbeobachter”, denen zufolge Foxconn in den USA hoch automatisierte Produktionsanlagen einsetzen wird. Vermutlich sollen dort LCD-Fernseher assembliert werden – in einem Verfahren, das wenig Personal erfordert.

Das zu Hon Hai Precision Industry gehörende Foxconn stellt als sogenannter Auftragsfertiger überwiegend in Festlands-China Produkte für US-Firmen her, darunter auch Apples iPhone und Amazons Kindle. Es war in den letzten Jahren wiederholt wegen der Arbeitsbedingungen in seinen chinesischen Fabriken kritisiert worden. Auch in Werken in Brasilien kam es zu Arbeiterprotesten.

Zuletzt hatte Foxconn Probleme bei der Herstellung des iPhone 5 eingeräumt, weil der Prozess “sehr komplex” sei. Terry Guo, Präsident von Foxconn Technology, teilt nun auch mit, man werde künftig Ingenieure in den USA fortbilden und anschließend in Fabriken in China oder Taiwan schicken, um am Produktdesign und der Einrichtung von Herstellungsprozessen mitzuwirken. Aber auch umgekehrt soll mit der Herstellung in China vertrautes US-Personal die Kommunikation erleichtern.

In den USA wird allerdings Foxconns Tochtergesellschaft Foxconn International tätig sein. Sie ist nicht mit der Produktion für Apple befasst, sondern arbeitet beispielsweise für HTC, Motorola und Nokia. Gou wollte die Frage nicht beantworten, ob Foxconn International künftig das iPhone 5 herstellen wird. Gerüchte über eine solche Verlagerung haben diese Woche schon dafür gesorgt, dass die Aktie von Foxconn International um etwa 30 Prozent zugelegt hat.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Peter Marwan
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