Cray plant Supercomputer mit 100 Petaflops

Diese Leistung soll der XC30 in seiner maximalen Ausbaustufe erreichen. Eines der ersten sechs Exemplare liefert Cray nach Stuttgart. Beim Prozessor setzt Cray auf Intels Xeon ES-2600, bei den GPUs kommt ebenfalls Intel zum Zug.

von Peter Marwan 0

Cray will mit dem XC30 die Spitzenposition im Supercomputing behaupten (Bild: Cray).

Cray hat mit dem XC30 – Codename “Cascade” – einen Supercomputer vorgestellt, der nach Unternehmensangaben bis zu 100 Petaflops Leistung liefern kann. Damit würde er den aktuellen Rekordhalter “Titan” des Oak Ridge National Laboratory um das fünffache übertreffen: Dieser schafft aktuell 20 Petaflops.

Von den ersten sechs XC30 geht einer nach Deutschland, nämlich ans Hochleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS), das zur Universität Stuttgart gehört. Die anderen fünf haben das Swiss National Supercomputing Centre in Lugano, das Pawsey Centre im australischen Perth, das finnische IT Center for Science, das National Energy Research Scientific Computing Center in Berkeley sowie das Academic Center for Computing and Media Studies in Kyoto bestellt.

Titan, der aktuell leistungsfähigste Rechner, der aller Voraussicht nach auch die in den nächsten Tagen kommende, neueste sogenannte Top-500-Liste der größten Supercomputer anführt, kommt ebenfalls von Ceay. Es ist ein Cray XK7 mit 18.688 Knoten, von denen jeder aus einer 16-Kern-Opteron-CPU 6274 von AMD und einer Tesla-K20-GPU von Nvidia mit Kepler-Architektur besteht. Außerdem stellt er über 700 Terabyte Speicher zur Verfügung.

Beim Cray XC30 setzt Cray ganz auf seinen Partner Intel und greift auf dessen Prozessoren vom Typ Xeon ES-2600 zurück. Außerdem kommen im XC30 auch GPUs des Typs Xeon Phi zum Einsatz, mit denen Intel Nvidias Position im Supercomputing angreifen will.

Als Verbindungschip kommt die Cray-Entwicklung “Aries” zum Einsatz, die inzwischen zwar Intel aufgekauft hat, für die Cray aber noch ein exklusives Nutzungsrecht besitzt. Die Topologie “Dragonfly” ermöglicht einen parallelen und besonders flexiblen Einsatz der Prozessoren. Cray weist zudem auf sein neues Kühlsystem hin, das die Luft diagonal durch das System führt. Auch die Prozessoren seien sparsamer als ihre Vorgänger.

Als Testimonial zitiert der Supercomputer-Hersteller Michael Resch, den Direktor seines Stuttgarter Kunden HLRS: “Das Cray XC30 wird für unsere Forscher und Wissenschaftler eine ebenso wertvolle Supercomputing-Ressource sein wie für unsere Industriepartner aus den Branchen Automobil- und Flugzeugbau.” Das Stuttgarter Labor hatte schon 2010 bestellt und war damals Crays erster XC30-Kunde.

“Titan”, der aktuell leistungsfähigste Supercomputer der Welt, basiert auf einem Cray XK7, AMD-CPUs und Nvidia-GPUs (Bild Oak Ridge National Laboratory).

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
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