Dienstleister wollen IT-Fachkräftemangel durch Automatisierung begegnen

60 Prozent der IT-Arbeiten seien Routinetätigkeiten, die auch automatisiert erledigt werden könnten, erklärt ein Anbieter entsprechender Services. Die Unternehmen müssten sich umorientieren, um ihre IT besser in den Griff zu bekommen.

von Manfred Kohlen 0

Ende Oktober nannte der Branchenverband Bitkom noch immer 43.0000 offene Stellen in der Informationstechnik. Das sei eine Verdoppelung der unbesetzten Positionen innerhalb von drei Jahren. Managed-Service-Anbieter IPSoft profitiert zwar kurzfristig davon, dass die Unternehmen nicht genügend Fachpersonal einstellen oder ausbilden, stellt sich jedoch mit seiner PR-Arbeit auch als Mahner und Ausweg dar: Unternehmer müssten umdenken, denn der IT-Fachkräftemangel in Deutschland habe langfristig schwerwiegende Folgen für die Funktionsfähigkeit der IT. Den Mangel einfach weiter zu verwalten, sei keine Option.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, neues IT-Personal einzustellen: Rudolf Kergaßner, Managing Director des Frankfurter Dienstleisters, verlangt: “IT-Abteilungen müssen ihre Arbeitsorganisation in Frage stellen und umdenken”. Offenbar bekommen seine Mitarbeiter oft nicht mehr die passenden (IT-verstehenden) Ansprechpartner in den Unternehmen, und so bejammert er öffentlich, dass Unternehmen die “Qualität ihrer IT im Grunde abhängig von den Entwicklungen des Arbeitsmarktes” machten.

Firmen müssten laut Kergaßnerihre IT eben effizienter machen, um sie mit weniger Personal organisieren zu können. Er plädiert für die Automatisierung vieler IT-Aufgaben: “Routinetätigkeiten machen rund 60 Prozent aus, und es gibt heute selbstlernende Lösungen, die einen erheblichen Teil davon ohne menschlichen Eingriff automatisieren”, erklärt Kergaßner, der den Firmen natürlich entsprechende Lösungen wie “selbstverwaltende Clouds” verkaufen will.

Automatisierung statt Menschen ist das Credo des Dienstleisters IPSoft – für die Produktion der Automatisierungs-Tools braucht jedoch auch der IT-Dienstleister menschliche Arbeitskraft – eine wirtschaftliche Verschiebung des Fachkräftemangels?

“Die Einsatzfelder solcher Automatisierungstechnologien sind nahezu unbeschränkt: Sie reichen von Servern und Netzwerken über Betriebssysteme und Datenbanken bis hin zu Middleware-Lösungen und Applikationen. Typische Anwendungsfälle finden sich in den Service-Level-Bereichen 0, 1 und 2 beim Incident, Change, Release oder Problem Management. Aber auch im Service-Level 3 ist ein hohes Automatisierungspotenzial vorhanden. Das betrifft zum Beispiel Aspekte wie das Kapazitätsmanagement oder das Service Continuity Management”, vermarktet der Anbieter zwischen den Zeilen seine Services.

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