IT und Arbeit: mobil, flexibel – und immer erreichbar

Trends wie Cloud Computing, Mobilgeräte und Web 2.0 verändern die Arbeitswelt. Marktforscher und IT-Anbieter sind begeistert von den neuen Möglichkeiten. Auf einer Diskussionsveranstaltung von Dell wurden aber auch Zweifel an Trends wie Home Office und Web 2.0 laut.

von Mehmet Toprak 0

Das Schlagwort “Zukunft der Arbeitswelt” ist nicht ganz ohne Ironie. Vor einigen Jahrzehnten noch verband sich mit Zukunftsprognosen die Vorstellung, dass Technik die Arbeit überflüssig machen würde und der Mensch sich ganz seiner Freizeit widmen könnte. Dieses Versprechen hat der Fortschritt nicht gehalten. Wenn man heute über die Zukunft der Arbeitswelt diskutiert, dann ist eines klar: Trotz oder gerade wegen Hightech wird die Arbeit auch in Zukunft nicht weniger.

Zauberwort Flexibilität

Wie zum Trost geistert ein neues Zauberwort durch alle Diskussionen. Es heißt Flexibilität. Kein Kongress, keine Podiumsdiskussion und kein Vortrag ohne den Verweis auf die Flexibilität. Gemeint ist damit, dass Ort und Zeit der Arbeit flexibel gehandhabt werden. Der Mitarbeiter kann sich ganz nach Bedarf einrichten und immer und überall arbeiten: Zu Hause, am Abend, am Wochenende, im Home-Office, im Café und wenn’s sein muss, sogar im Büro. Denn schließlich kommt es auf das Ergebnis an – dass dieses Überallarbeiten aus ergonomischer Sicht eine Horrorvorstellung ist, übersehen dabei die meisten.

Auch die Wahl des Arbeitsgeräts soll individuell geregelt sein. Schon jetzt dürfen in vielen Unternehmen die Kollegen mit entscheiden, mit welchem PC oder welchem Notebook sie arbeiten wollen. In Zukunft heißt es dann “Bring your own device” (BYOD). Die Mitarbeiter entscheiden dann selbst, mit welchem Gerät sie arbeiten wollen und kaufen es auch selbst. Manchmal zahlt der Arbeitgeber etwas dazu.

Die allseitige Flexibilität soll nicht nur den Arbeitgebern Vorteile bringen, sondern auch eine “bessere Work-Life-Balance” für die Mitarbeiter.

Eine Grafik aus dem Citrix-Report “Workplace of the Future” zeigt die Entwicklung der Arbeitsplätze bis 2020. Demnach werden Unternehmen ihre Büroflächen um 14 Prozent reduzieren können (Grafik: Citrix)

Unternehmen reduzieren ihre Bürofläche

Diese von vielen Marktforschern diskutierten Trends finden sich auch in einer aktuellen Studie “Workplace of the Future”, die der Netzwerk-Spezialist Citrix Systems veröffentlicht hat. Demnach werden bis zum Jahr 2020 Unternehmen weltweit ihre Büroflächen um etwa 14 Prozent reduzieren. Außerdem wird es für zehn Mitarbeiter durchschnittlich nur noch 6,7 Schreibtische geben, in Deutschland sollen es allerdings noch 7,9 feste Arbeitsplätze sein.

Nicht ändern wird sich die Anzahl der Endgeräte, mit denen die deutschen Kollegen auf das Firmennetz oder das Internet zugreifen. Vom PC über das Notebook bis zum Smartphone sollen es insgesamt sechs verschiedene Geräte sein.

Der “Workplace of the Future”-Report zeigt auch, dass den Firmen stark daran gelegen ist, die Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass die Mitarbeiter gut zusammenarbeiten und kreativ sein können.

Für den Report hat Citrix insgesamt 1900 “hochrangige IT Entscheider” in 19 Ländern, darunter auch Deutschland befragt. Durchgeführt wurde die Studie vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im August 2012. Drei Viertel der Befragten sind in Unternehmen mit 1000 oder mehr Mitarbeitern beschäftigt.

Kein persönlicher Schreibtisch

Flexible Arbeitsmodelle wollen 59 Prozent der deutschen Unternehmen bis 2020 anbieten. Dazu gehört dann auch, dass der feste Büroarbeitsplatz für jeden Mitarbeiter irgendwann der Vergangenheit angehören wird. 2020 werden nur noch die Hälfte der Mitarbeiter an ihrem persönlichen Schreibtisch sitzen. Etwa 60 Prozent der deutschen Kollegen werden es bis dahin sogar vorziehen, im Home Office zu arbeiten – sofern das Unternehmen ihnen diese Möglichkeit gibt.

Flughäfen, Cafés, öffentliche Verkehrsmittel – überall wollen die Mitarbeiter in Zukunft ihren Tablet-PC oder Notebook starten und ihren Job erledigen. Etwa 60 Prozent der deutschen Kollegen äußern diese Absicht im Citrix-Report.

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