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Apple eingeholt: Android knackt Marke von 700.000 Apps

Apple dominierte mit der Anzahl der angebotenen Anwendungen den Markt über Jahre hinweg – und hat damit aggressiv geworben. Indem Android gleichzieht, fällt ein wichtiges Verkaufsargument für iPhone und iPad weg. Microsoft hat mit Windows Phone noch viel Arbeit vor sich: Dafür gibt es aktuell rund 120.000 Programme.

Google hat einen psychologisch wichtigen Wert bei der Anzahl der im Play Store verfügbaren Android-Apps erreicht. Wie eine Sprecherin gegenüber CNET bestätigte, umfasst der Katalog nun rund 700.000 Programme. Das sind 25.000 mehr als im vergangenen Monat. Wichtiger noch: Damit zieht Google mit Apple gleich.

Bei Google Play sind nun über 700.000 Apps verfügbar – damit hat Google den Vorsprung von Apple in diesem Bereich eingeholt (Screenshot: ITespresso).

Der iPhone-Hersteller hatte erst letzten Monat verkündet, die Marke von 700.000 Anwendungen in seinem App Store erreicht zu haben. Diese Zahl wiederholte Apple nochmals bei der Vorstellung des iPad Mini Anfang vergangener Woche.

Die Anzahl der Apps, die für ein Betriebssystem zur Verfügung stehen, spielt für viele Nutzer eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für eine Plattform. Apple hat in diesem Punkt den Markt lange Zeit dominiert, aber Google holte schnell auf. Microsoft teilte gestern zum Start von Windows Phone 8 mit, dass es nun rund 120.000 Apps für das Betriebssystem gibt.

Um Entwickler für seine Plattform zu gewinnen – oder auf ihr zu halten – , argumentiert Apple, dass iOS zu mehr Verkäufen führe. Laut Bloomberg erklärte das Unternehmen letzte Woche, dass es seit dem Start des App Store im Jahr 2008 insgesamt 6,5 Milliarden Dollar an Entwickler ausgezahlt habe.

Ende vergangener Woche erhöhte der Konzern in Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern die Preise für Apps in seinem Marktplatz. Grund ist angeblich das ungünstiger gewordene Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Dollar. Allerdings sind auch Länder außerhalb der Eurozone von den Erhöhungen betroffen – etwa Polen und Russland. Die günstigsten Anwendungen kosteten zuvor 0,79 Euro, jetzt beträgt der Einstiegspreis 0,89 Cent.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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