Windows 8: der große Kaufberater
Windows 8 oder Windows RT?
RT ist eine Windows-8-Variante, die speziell für Tablets entwickelt wurde und kein Outlook für E-Mails enthält – und dann auch noch an den Microsoft-Store gebunden ist.

Viele verschiedene Formen von Windows-8-Systemen sehen auf den ersten Blick gleich aus – sind es aber nicht (Bild: Dan Ackerman, CNET.com)
Wer lieber mit traditionellen Desktop-Apps arbeitet, ist sicherlich mit der Intel-Variante besser beraten – an all die Tablets und Hybridgeräte mit dieser Variante lassen sich laut Tester Dan Ackerman von CNET ebenso traditionelle Eingabegeräte leichter anschließen und bedienen als mit den reinen RT-Geräten.
Zu Windows RT müssen meist für einen Zusatzpreis Docks oder Tastaturhüllen erworben werden (für letztere sehen verschiedene Tastaturhersteller schon einen lukrativen Markt). Zudem können RT-Tablets nur Apps ausführen, die über den (eingebauten) Windows-App-Store heruntergeladen wurden.
Bildergalerie: Ausgewählte Windows-8-Rechner mit Intel-Prozessor
Um den Unterschied auch seinen eigenen Verkäufern klarzumachen, bot Microsoft seinen Mitarbeitern in den USA sogar eine Schulung an. Ob deren Inhalt bei den Kunden ankommt, muss sich noch zeigen.
RT sei nicht unbedingt kompatibel zu geläufigen Windows-Anwendungen, zitiert CNET-Autor Brooke Crothers Microsoft-Mitarbeiter. Windows 8 und Windows 8 Pro dagegen kämen, gepowert von Intel-Chips, auch mit allen alten Anwendungen zurecht.
Windows-RT-Systeme sind billiger als Windows-8-Rechner – ohne die für PC-Arbeit notwendigen Ergänzungen. Bisher habe sich jedoch nur wenige Anbieter entschieden, entsprechende “WoA”-Tablets (“Windows on ARM” war der Projektname für Windows RT) zu bringen. Toshiba, Dell und HP haben allesamt ihre Pläne für solche Geräte eingestellt.
Asustek hat sein “VivoTab RT”, Dell überlegt angeblich noch immer, später sein XPS10 in RT-Version zu veröffentlichen und auch Acer schiebt den Marktstart nach hinten.
Lenovo bringt sein “Yoga” vorsichtshalber auch in größerer Version mit Intel-Chips- Lediglich die kleine Variante kommt mit ARM-CPU.
Die ARM-Version des neuen Windows mag für einige Nutzer nicht geeignet sein, da viele ältere Anwendungen noch direkt die Intel-CPU oder die APIs zu den Intel-Funktionen aufrufen – und das neue Tablet-Feeling ohne direkte Notwendigkeit der Abwärtskompatibilität wird genauso gut von Android oder Apples iOS geliefert.
Am Ende gilt: Auf die Anwendung kommt es an – wer mit Tabellenkalkulation am Keyboard arbeitet und vorhandene Anwendungen und Daten nutzen will, wird anfangs mit Windows 8 besser zurechtkommen – wenngleich die Applikationshersteller bereits an systemübergreifenden Apps arbeiten. Wer ein System lieber für Entertainment-Zwecke nutzt, wird sich sicher schnell auf iOS oder Android umgewöhnen.






Letzter Kommentar
0 Antworten zu Windows 8: der große Kaufberater