T-Systems baut das größte Rechenzentrum Deutschlands

Die Telekom-Tochter legt heute den Grundstein für ein 150.000-Quadratmeter großes Rechenzentrum. Damit will sie auch den Startschuss für die Technik rund um das sichere Hosting zahlreicher Cloud-Dienste geben. Die kommen dann aus der Nähe von Magdeburg.

von Manfred Kohlen 0

30 Fußballfelder groß soll es sein, 130 hochqualifizierte Dauerarbeitsplätze im Großraum Magdeburg bieten und ab 2014 in Betrieb gehen, um die “starke Nachfrage nach Cloud-Diensten aus Deutschland” zu decken: das 90. Rechenzentrum von T-Systems.

Das laut Telekom größte Rechenzentrum Deutschlands entsteht in Sachsen-Anhalt ausgerechnet in einem Ort namens Biere – zur Grundsteinlegung werden sicherlich einige gleichnamige Getränke fließen. Der Neubau soll gemeinsam mit dem schon bestehenden Rechenzentrum in Magdeburg einen “TwinCore” bilden – ein Zwillingsrechenzentrum, das dann für höchste Daten- und Betriebssicherheit stehen soll.

Der Typ “TwinCore” wird als hochsicher bezeichnet, weil jeder Zwilling im Fall einer Störung sofort für den anderen einspringen kann. Der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. Für die Cloud-Dienste, so die Telekom stolz, habe man schon 22 Rechenzentren dieser Art im Einsatz.

Das Zwillingsrechenzentrum in Magdeburg ist das bislang größte in Deutschland, ab 2014 unterstützt der neue noch größere “Gefährte” den dortigen Rechentempel. Die “Null-Fehler-Strategie” der doppelten Absicherung sieht T-Systems als bestes Verkaufsargument. Etwa 600 Großkunden nutzten die neuen Cloud-Dienste von T-Systems bereits, darunter Konzerne wie Shell oder Daimler.

In Magdeburg steht das bislang größte Rechenzentrum Deutschlands. Im Ort Biere, nicht weit davon entfernt, entsteht nun ein noch größerer “Cloud-Tempel”.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff ist sichtlich froh, dass die Telekom hier baut: “Die Telekom gehört in Sachsen-Anhalt zu den wichtigsten Arbeitgebern. Mit der Investition von T-Systems entstehen aber nicht nur weitere Arbeitsplätze, Sachsen-Anhalt spielt mit dem neuen Rechenzentrum künftig europaweit in der ersten Liga der IT-Standorte. Was immer schon galt, bekommt nun eine neue Bedeutung: Mit uns in Sachsen-Anhalt muss man einfach rechnen” – rechnen werden vor allem die vielen redundanten Serverkonstruktionen der Telekom, womit Haselhoffs Aussagen wiederum eine ganz andere Bedeutung erhalten.

Modell des neuen T-Systems Rechenzentrums in Biere. (Bild: Deutsche Telekom

Ferri Abolhassan, Geschäftsführer von T-Systems, betont die Wichtigkeit von Hochverfügbarkeit und Datenschutz. Und weil Deutschland mit dem Bundesdatenschutzgesetz einen Standortvorteil in Bezug auf Sicherheit habe , sieht er auch die Möglichkeit, Cloud-Dienste von hier aus global anzubieten. Und so wird Deutschland in Zukunft wohl auch im Cloud-Computing für “Biere” einen guten Namen erhalten.

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