Apple zeigt iPad Mini und überarbeitet iPad, Mac Mini und iMac

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Apple hat wie erwartet in Kalifornien das iPad Mini vorgestellt. Außerdem wurde, wie in der Gerüchteküche ebenfalls schon vermutet, ein neuer Mac Mini präsentiert. Eine Überraschung gab es jedoch: Das erst sechs Monate alte jüngste iPad erfährt eine Überarbeitung. Mac Mini und iMac wurden ebenfalls aufpoliert.

Auf einer Veranstaltung in San Jose hat Apple Journalisten eine Reihe neuer Produkte vorgestellt. Wie erwartet gehörte dazu das iPad Mini. Dieses positionierte Vizepräsident Phil Schiller direkt gegen Googles Nexus 7, das er sogar auf einer Folie zeigte. Das iPad Mini kostet allerdings deutlich mehr, nämlich 329 Euro in der kleinsten Konfiguration mit 16 GByte Speicher. Mit LTE-Modul und 64 GByte fallen bis zu 659 Euro an. Die Werte für die Europreise entsprechen anders als beim iPhone 5 übrigens den Dollarpreisen.

Während iPads bisher über ein 9,7-Zoll-Display verfügen, kommt das neue Einsteigermodell mit 7,9 Zoll. Die Auflösung des Zwerg-iPad entspricht mit 1024 mal 768 Pixel trotzdem der des Original-iPad. Alle Applikationen laufen so ohne Anpassungen. Die Dicke beträgt 7,2 Millimeter – es ist also noch etwas dünner als das reguläre iPad.

Phil Schiller verglich das neue iPad in seiner Präsentation direkt mit dem Google Nexus 7 (Bild: James Martin, CNET).

Als Prozessor kommt beim Mini-iPad der schon etwas ältere A5 zum Einsatz. Neben WLAN (802.11a/b/g/n) ist der mit dem iPhone 5 eingeführten Lightning-Connector an Bord. Die Kamera auf der Rückseite löst bis zu 5 Megapixel auf, die auf der Vorderseite reicht für Facetime HD aus. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 10 Stunden im Betrieb an.

Der Vorverkauf für das iPad Mini beginnt diesen Freitag. Exemplare mit WLAN werden ab 2. November ausgeliefert. Die LTE-Variante ist dann zwei Wochen später verfügbar.

Überarbeitetes iPad

Außerdem wird das jüngste Mitglied der iPad-Familie in Originalgröße sechs Monate nach seiner Vorstellung schon aktualisiert. Es verfügt mit dem Apple A6X nun über einen bei der CPU-Leistung noch einmal doppelt so schnellen Prozessor. Außerdem wird auch es mit dem neuen Lightning-Connector ausgerüstet. Das LTE-Modul ist jetzt zudem zu den Netzen weiterer Anbieter kompatibel.

Die Preise steigen trotz der besseren Ausstattung nicht – Schiller nannte die US-Preise. Sie beginnen bei 499 Dollar. Deutsche Kunden profitieren sogar von einer Preissenkung: Das Retina-iPad kostet in der Konfiguration mit 16 GByte nämlich nur noch 499 Euro statt bisher 529 Euro an. Wer vor kurzem ein halb so schnelles Exemplar für 30 Euro mehr gekauft hat, kann sich jetzt gründlich ärgern.

Trotz technischer Aufrüstung hat sich an den US-Preisen der iPad-Modelle nichts geändert, deutsche Kunden kommen sogar billiger weg (Bild: James Martin, CNET).

Interessant sind auch einige Adapter aus dem Zubehörprogramm. Damit ist es nun möglich, SD-Karten etwa aus einer Kamera auszulesen und die Bilder aufs Tablet zu ziehen. Auch für USB (und damit USB-Sticks) sowie VGA gibt es jetzt Adapter auf Lightning.

Der neuer iMac

Apple hat zudem einen neuen iMac vorgestellt. Er istam Rand nur noch 5 Millimeter dick. Für die schlanke Bauweise musste Apple allerdings auf ein optisches Laufwerk verzichten. Als Storage setzt Apple erstmals auf ein Hybridlaufwerk, das es “Apple Fusion” nennt. Dieses kombiniert 128 GByte Flash mit – je nach Modell – 1 oder 3 TByte HDD. Unterstützung dafür ist bereits in OS X Mountain Lion eingebaut: Das Betriebssystem und die am häufigsten genutzten Apps legt Apple auf der SSD ab, während der Rest auf der Festplatte unterkommt.

Die US-Preise beginnen bei 1299 Dollar für das 21,5-Zoll-Modell. Es ist ab November verfügbar. Für den Rechner mit 27 Zoll Bilddiagonale zahlt man mindestens 1799 Dollar; er folgt im Dezember. Beide Preise beziehen sich auf eine Variante mit Core-i5-Prozessor (2,7 GHz).

Der aktualisierte Mac Mini

Auch der Mac Mini wurde aktualisiert. Der bildschirmlose Kompaktrechner kommt künftig mit 4 GByte Hauptspeicher und vier USB-3.0-Ports.

Die drei lieferbaren Modelle unterscheiden sich durch Prozessortakt und Festplattenkapazität. Es gibt den Rechner mit 2,5 GHz Dual-Core und 500 GByte Plattenspeicher, mit 2,3 GHz Quad-Core und 1 TByte sowie als Server-Version mit 2,3 GHz Quad-Core und einer 2-TByte-Festplatte. Das günstigste Modell kostet 599 Dollar, für die Servervariante verlangt Apple 999 Dollar.

[mit Material mehrerer Beiträge von Florian Kalenda bei ZDNet.de]

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