Overland bringt Netzwerkspeicher im unendlich großen Cluster

Data & StorageStorage

Network Attached Storage wird zum Ersatz für Storage Area Networks: Mit SnapScale X2 lassen sich verschiedene “Speicher-Inseln” zum Gesamtsystem zusammenbauen. Overlands eigenes Storage Betriebssystem “Raincloud OS” hilft, Speicher in Gesamtgrößen bis zu 512 Petabytes zu managen.

Overland Storage offeriert mit “SnapScale X2” eine NAS-Lösung, die laut Hersteller unbegrenzt skalierbar ist. Mit seinem “RAINcloud-OS” verbindet der Storage-Spezialist unverbundene Speichersilos, indem Speichervolumen unter einem einheitlichen Namensraum zusammengeführt werden.

Vergleichbare Funktionen bietet zwar schon der Windows Server 2012 – er virtualisiert jedoch nur das vorhandene Hardware-Speicher-Angebot  auf Software-Ebene. Das Overland-Produkt ist speziell auf die Speicherung konzentriert und fügt dem von Servern virtualisierten Pool nur eine weitere Ressorce hinzu – sie ist schon im Speichersystem selbst geclustert und zusammengefügt.

Mit dem neuen Speichersystem “SnapScale” will Overland die bisherigen Beschränkungen von NAS-Systemen auflösen. (Bild: Overland).

Der Hersteller kann mit “Laufwerken”, die bis zu 512 Petabytes groß sein können, weitaus größere Speicherpools als übliche Betriebssystem und Virtualisierungslösungen wie von MS und Citrix verwalten.

Overland vermarktet nun speziell die einfache Implementierung, Verwaltung und die hohe Verfügbarkeit von 99,999 Prozent. Der Hersteller pocht auf “Funktionen der Enterprise-Klasse wie Redundanz, Snapshots, Automatic Failover, Replikation und flexible Bereitstellung – all dies für die Hälfte der Kosten von Wettbewerbsprodukten.” Mit dem im Lieferumfang enthaltenen “Snap Enterprise Data Replicator” kann eine Datenreplikation zwischen den Clustern eingerichtet werden.

Ein massiv ausgebautes NAS-Clustersystem – wie bei bisherigen SANs können beliebig Speicher im laufenden Betrieb hinzugefügt werden. (Bild: Overland)

Mit den “Möglichkeiten, hunderte von Petabytes Kapazität hinzuzufügen, die Leistung linear zu steigern und die Daten unter einem einzigen Namensraum zu verwalten”, versetze SnapScale Unternehmen in die Lage, ihre Speicherinfrastruktur unterbrechungsfrei und ohne Ausfallzeiten zu erweitern: “SnapScale steigert die Leistung und Verfügbarkeit, wenn der Speicherpool wächst”.

Bisherige NAS-Systeme seien da ab einem gewissen Punkt am Ende der Erweiterbarkeit angekommen. Das verwendete RAINcloud OS vereine nun drei Ebenen herkömmlicher Speicherarchitekturen – Dateisystem, Volume Manager und Datensicherheit – zu einer einzigen Software-Ebene.

Der Startpreis von 15.500 Euro für eine 24-TByte-Konfiguration mag anfangs für den Mittelstandskunden teuer klingen, doch die unbegrenzte Erweiterbarkeit reduziert alle Folgekosten. Das Produkt ist bei Value Added Resellern und Systemintegratoren erhältlich.

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