Nvidia-Lösung verlagert auch die Highend-Grafik in die Cloud

Mit seiner neuen Grafikkarte für Rechenzentren zeigt Nvidia, dass man längst nicht mehr nur für lokale Client-PCs schnelle Grafikhardware baut. Eine Art Fernsteuerungsfunktion spricht die Supercomputing-Grafikkarte im Rechenzentrum an, die so auch auf schwache virtuelle Desktops schnelle Bilder überträgt.

von Manfred Kohlen 0

Nvidias Remote-Bildschirm-Technologie minimiert Verzögerungen, die normalerweise bei virtuellem Desktop-Computing entstehen. Der für Streaming entwickelte Multiprozessor SMX ermöglicht laut Hersteller eine “unübertroffene Leistung pro Watt”. So ließen sich virtualisierte Desktops via Cloud mit Workstation-Grafik versorgen.
Für technsch Interessierte erklärt, handelt es sich um eine weitere Grafikkarte auf Basis der Kepler-Architektur zum Einsatz in Rechenzentren, die auf Basis der VGX-Plattform  virtualisierte Desktops mit Grafik beliefert und umgekehrt Befehe für grafische Arbeiten entgegennimmt. So bleiben Kosten für Grafik-Hardware beim Anwender niedrig, denn selbst die Grafikchips sind virtuell.

Etwas genauer: Die VGX K2 vereint im Prinzip zwei Quadro K5000 mit Kepler-GPU auf einer Platine. Jede von ihnen verfügt über 1536 Rechenkerne und 4 GByte GDDR5-RAM, der über ein 256-Bit-Interface angebunden ist. Zum Vergleich: Die bisher erhältliche VGX K1 bietet insgesamt nur 768 CUDA-Kerne und 16 GByte DDR3-RAM.

Die maximale Leistungsaufnahme der VGX K2 gibt Nvidia mit 225 Watt TDP an, 95 Watt mehr als bei der VGX K1. Ausgehend von den maximal möglichen 64 VDI-Installationen entspricht das etwa 3,5 Watt pro Nutzer. Die passiv gekühlte PCI-Express-x16-Karte unterstützt DirextX 11 und OpenGL 4.x. Sie nimmt zwei Steckplätze ein.

Das neue VGX-Board arbeitet mit Citrix HDX 3D Pro, XenDesktop 5.6 FP1 und XenServer 6 zusammen. Auch Lösungen von Microsoft (Remote FX, Windows Server 2012) und VMware (ESX) werden unterstützt. Nvidias Remote-Bildschirm-Technologie minimiert Verzögerungen, die normalerweise bei virtuellem Desktop-Computing entstehen. Der für Streaming entwickelte Multiprozessor SMX ermöglicht laut Hersteller eine “unübertroffene Leistung pro Watt”.

“Die VGX-Plattform ist speziell für die Bedürfnisse von Benutzern virtueller Desktops zugeschnitten, um ihnen reichhaltige und interaktive Grafiken zu liefern”, sagt Jeff Brown, General Manager von Nvidias Professional Solutions Group. “Mit der VGX K2 im Rechenzentrum können Designer und Ingenieure nun auf ihre Arbeit von jedem Gerät aus zugreifen und zugleich die Vorteile einer Workstation genießen.”

Nvidias Hardware-Partner Cisco, Dell, HP, IBM und SuperMicro können die neue Karte ab sofort in ihre Server integrieren. Erste Systeme sollen Ende 2012 oder Anfang 2013 lieferbar sein.

Mit der VGX-Plattform will Nvidia seine Präsenz im Enterprise-Segment stärken. Vom Einstieg in den Markt für virtuelle Workstation verspricht es sich eine erweiterte Nutzerbasis, die bislang aus Designern, Ingenieuren und Power-Usern besteht.

Die technischen Daten des Systems:

[mit Material von Björn Greif, zdnet.de]

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