Uhrendesign: Apple ist nun Lizenznehmer der Schweizer Bahn

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(Bild: SBB)

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Apple haben ihre Unstimmigkeiten über die Anmutung der von iOS 6 auf iPhones und iPads angezeigten Uhr mit einer Lizenzvereinbarung beigelegt. In deren Rahmen erlauben die Schweizer den Amerikanern, das von ihnen seit 1944 genutzte Design in ihrer Software nachzuempfinden.

(Bild: SBB)
Das Design des SBB-Angestellten Hans Hilfiker von 1944 hat es jetzt dank einer Lizenzvereinbarung zwischen der Schweizer Eisenbahngesellschaft und Apple auch in das Betriebssystem iOS von 2012 geschafft (Bild: SBB).

Mit einer jetzt zwischen den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Apple unterzeichneten Lizenzvereinbarung erlaubt das Transportunternehmen dem Computerkonzern das geschützte Uhrendesign für iPhone und iPad zu verwenden. Über die Höhe der Lizenzgebühren und weitere Einzelheiten des Abkommens haben die Unternehmen – wie es sowohl in der Schweiz als auch in Cupertino guter Brauch ist – Stillschweigen vereinbart.

Zu den Unstimmigkeiten war es durch die Verwendung des Designs der Bahnhofsuhren der SBB in iOS 6 gekommen. Vor drei Wochen hatte ein SBB-Sprecher erklärt, man freue sich zwar darüber freue, dass Apple das Uhrendesign nutze, man habe dies aber nicht autorisiert. Das Unternehmen forderte deshalb eine “finanzielle Abgeltung”.

Die Bahhofsuhr war 1944 von dem damals bei der SBB angestellten Ingenieur und Gestalter Hans Hilfiker entworfen worden. “Es handelt sich um eine Design-Ikone, die offenkundig auch im digitalen Zeitalter gut ankommt”, so die SBB. Besonderes Merkmal des sogenannten “Kellenzifferblattes” sei der markante rote Sekundenzeiger in Form einer Signalkelle.

Die SBB verwendet Hilfikers Entwurf von 1944 heute auch in leicht abgewandelter Form – zum Beispiel ohne weißes Ziffernblatt, wie hier am Bahnhof Aarau – aber immer mit dem markanten roten Sekundenzeiger (Bild: SBB).
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