Kostenlose Sicherheits-Tools

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Wer seinen PC oder sein Smartphone vor Viren und Malware-Attacken schützen will, muss nicht unbedingt viel Geld bezahlen. Kostenlose Security-Tools bieten zumindest einen soliden Basis-Schutz. ITespresso stellt eine Auswahl empfehlenswerter Sicherheits-Tools vor.

Virenscanner, Firewalls, Verschlüsselung-Tools oder Spyware-Scanner – solche Sicherheits-Tools gehören zum festen Arsenal jedes PC-Anwenders und jedes Unternehmens. Für die Anbietern von Security-Software, allen voran Symantec, Kaspersky, Panda Security oder Sophos, ein krisensicheres Geschäft. Dabei zeichnet sich in den letzten Jahren ein Trend zu kostenlosen Sicherheits-Tools ab. Den Anfang machten schon vor vielen Jahren Avira und AVG, die seitdem Basis-Versionen ihrer Security-Suites kostenlos abgeben.

Vor einigen Jahren hat auch Microsoft mit den Security Essentials einen kostenlosen Virenscanner auf die Website gestellt. Die Besonderheit bei Microsoft: Während fast alle Produkte nur für Heimanwender gedacht sind und nicht für den Einsatz im Geschäft, bilden die Security Essentials eine Ausnahme. Auch kleine Unternehmen mit bis zu zehn PCs dürfen die Software benutzen.

Nur die Basis-Funktionen

Eine kostenlose Software ist nie so leistungsfähig und vielseitig wie die Kaufversion. Die Sicherheits-Tools bieten deshalb Basisfunktionen wie den klassischen Virenschutz aber nicht viel mehr. Zudem werden die Gratis-Tools in der Regel nur einmal pro Tag mit neuen Virensignaturen versorgt, was im Einzelfall den Rechner auch mal ein paar Stunden angreifbar macht.

Wer umfassenden Schutz vor raffinierten Malware-Angriffen, Phishing oder Spyware sucht, muss auf die kommerziellen Programm-Suites der Anbieter zurückgreifen. Die Alternative dazu wäre, sich für jeden “Gefahrenbereich” ein eigenes Freeware-Tool zu suchen.

Das ist zwar möglich, dürfte dem Anwender aber ein ziemliches Chaos an unterschiedlichen Werkzeugen auf dem Desktop bescheren, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten aktualisiert werden müssen. Hier haben die bei vielen fortgeschrittenen Anwender unbeliebten, weil voluminösen Programmsuiten durchaus ihren Sinn.

Die Karte zeigt die Verbreitung von Malware. Dunkelrote Bereiche zeigen mehr als 20 infizierte Rechner pro 1000 PCs an. (Quelle: Microsoft Malware Protection Center)

Werbeeinnahmen und Daten sammeln

Was treibt die Hersteller, ihre Software kostenlos anzubieten? Zum einen nutzen sie die Programme als Werbeplattform für die kommerzielle Version. Daneben versuchen sie bei der Installation Browser-Toolbars von Drittanbietern wie Google oder Yahoo und ähnliches auf dem Rechner unterzubringen. Dafür kassieren sie jeweils ein paar Cent von Google und Co.

Ein handfester Vorteil für die Hersteller und letztlich für die Kunden besteht darin, dass die Security-Software Daten über die Begegnung mit den digitalen Schädlingen sammelt und diese an den Anbieter weiterleitet. Der kann damit seine Malware-Datenbanken füttern und so auch die Leistung der Kauf-Versionen verbessern.

Angriffe auf Smartphones

Besitzer von Mobilgeräten sollten ebenfalls auf der Hut sein, da sich die Angriffe auf Smartphones oder Tablets mehren. Inzwischen haben aber alle Hersteller Tools im Sortiment, die auch die mobilen Geräte schützen sollen.

So hat beispielsweise Sophos gerade zwei neue Gratis-Apps für Android-Geräte vorgestellt. Das eine, “Mobile Security”, soll Malware-Angriffe abwehren. Das andere, “Mobile Encryption” soll im Verbund mit “Sophos SafeGuard Enterprise” vor allem vertrauliche Daten vor Spionen und Datendieben schützen.

X-Force 2012: IBMs neuer Sicherheitsreport

Neue Sicherheitsreports zeigen übrigens, dass die Gefahr aus dem Web keineswegs kleiner geworden ist. Laut IBMs Sicherheitsreport “X-Force 2012” sind auch Privatanwender weiterhin im Fokus der Cyberkriminellen. Diese versuchen beispielsweise die Anwender auf eine Website zu locken, die vorher mit Schadcode präpariert wurde.

Selbst die Websites von bekannten oder seriösen Anbietern bleiben werden nicht verschont. Gerade hier versuchen Hacker auf den Server einzudringen, um Besuchern der Website Schadcode unterzujubeln.

Die folgenden Seiten präsentieren eine Auswahl an empfehlenswerten Tools.

 

Avast Free Antivirus

Avast Free Antivirus gibt es auch für Linux und Mac OS. Die Software bietet auch eine Sandbox zur sicheren Ausführung von Programmen.

Avira Free Antivirus


Avira Free Antivirus sucht auch nach Würmern, Dialern und Rootkits. Die Software gehört zu den am meisten verbreiteten Sicherheits-Tools bei Privatanwender.

AVG Antivirus Free 2013


AVG Antivirus Free 2013 erkennt Viren und andere Malware. Funktionen wie Schutz vor Hackerangriffen oder Überprüfen von E-Mails bietet allerdings nur die kostenpflichtige Version AVG Internet Security.

Panda Cloud Antivirus


Panda Cloud Antivirus ist eine cloudbasierte Antiviren-Lösung. Der Screenshot zeigt allerdings die kostenpflichtige Pro-Version.

Outpost Security Suite Free


Relativ gut ausgestattet: Die Outpost Security Suite Free beinhaltet auch einen IP-Filter, Spamfilter und eine Firewall.

Microsoft Security Essentials


Microsoft Security Essentials darf auch in kleinen Unternehmen auf maximal zehn Rechnern eingesetzt werden.

Emsisoft Anti-Malware 7.0


Emsisoft Anti-Malware 7.0 arbeitet laut Hersteller mit zwei Scan-Engines, schützt vor Malware, Spyware und warnt vor gefährlichen Websites. Nach einem 30-Tage-Test wechselt die Software in einen einfachen Freeware-Scanner ohne Echtzeitschutz.

Ad-Aware Free Antivirus+


Ad-Aware Free Antivirus+ verbindet einen Virenscanner mit Anti-Spyware und blockiert Malicious Code beim Download.

F-Secure


F-Secure bietet einen Online-Scanner

Keepass


Keepass ist ein Passwort-Manager auf Open Source-Basis.

McAfee Security Scan Plus


McAfee Security Scan Plus ist kein Virenscanner, sondern ein Diagnose-Tool, das untersucht, wie gut der PC gegen Gefahren geschützt ist.