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Verbatim beginnt mit Verkauf seiner Blu-ray-Disc mit 100 GByte

Die nun auch in Europa erhältliche Blu-ray-Disc von Verbatim lässt sich auf BDXL-kompatiblen Lese- und Schreibgeräten abspielen. Mit 100 GByte bingt sie viermal so viel Speicherplatz mit wie eine herkömmliche beschreibbare Blu-ray-Disc. Angekündigt wurde sie schon vor zwei Jahren.

von Peter Marwan 4


Verbatims vor zwei Jahren erstmals vorgestellte 100-GByte-Blu-ray-Discs nach dem Standard BDXL sind nun auch in Europa erhältlich. Der unverbindliche Verkaufspreis liegt bei 45 Euro. Sie sind von der Blu-ray Disc Association (BDA) zertifiziert. Auf ihr finden laut Verbatim über 40.000 Fotos, 20.000 Musikstücke oder 8 Stunden HD-Videos Platz. Die Daten lassen sich mit vierfacher Schreibgeschwindigkeit (4x) vom Rechner auf die Disc bringen allerdings – nur über einen BDXL-kompatiblen Brenner, wie sie etwa von Pioneer und Buffalo angeboten werden. Herkömmliche Blu-ray-Brenner unterstützen das Format nicht.

Während die gängigen Blu-ray-Rohlinge über eine Speicherkapazität von 25 GByte (Single Layer) beziehungsweise 50 GByte (Double Layer) verfügen, sind BDXL-Discs mit einer dritten Schicht versehen, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Die BDXL-Spezifikation sieht zwischen 100 und 128 GByte vor, neben Verbatim bieten auch TDK und Sharp entsprechende Medien an. Um die 128 GByte zu erreichen, ist eine vierte Speicherschicht auf der Disc erforderlich. Eine spezielle Oberfläche soll darüber hinaus besser vor Kratzern, Fingerabdrücken und Staub schützen.

Die Verbatim-Mutter Mitsubishi Kagaku Media plant derzeit in Japan auch “Enterprise Grade” beschreibbare Blu-Ray-Discs im BDXL-Format auf den Markt zu bringen. Die sollen sich dann insbesondere für die langfristige digitale Archivierung von geschäftlichen Daten eignen. Zum Beschreiben dieser Discs empfiehlt Verbatim die Brennermodelle BDR-PR1M und BDR-PR1MA von Pioneer. Diese erfüllten auch die Ansprüche von professionellen Nutzern und garantierten eine möglichst lange Lebensdauer der gespeicherten Informationen und eine ausgezeichnete Abspielbarkeit.

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Letzter Kommentar




4 Antworten zu Verbatim beginnt mit Verkauf seiner Blu-ray-Disc mit 100 GByte

  • 8. Oktober 2012 à 11:31 von schulte

    Was ist denn eine “garantierte, möglichst lange Lebensdauer”? In wieweit ist die Bezeichnung “ausgezeichnete Abspielbarkeit” bei einem Datenträger nicht zwingende Voraussetzung?
    Und ist das (bei einem Datenträger) nicht dasselbe bzw. das eine ohne das andere sinnfrei?

    Hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt!

    • 8. Oktober 2012 à 12:38 von Peter Marwan

      Hallo schulte,
      die von Ihnen infrage gestellten Ausagen im letzten Absatz sind Absichtserklärungen des japanischen Mutterunternehmens von Verbatim. Wie das genau aussehen wird, erfahren wir wahrscheinlich erst, wenn die für den Unternehemenseinsatz gedachten BDXL-Discs dann auch in Deutschland verfügbar sind.

      Auch auf die Gefahr hin, dass es erbsenzählerisch wirkt, muss ich zudem auf einen kleinen Unterschied zwischen Text und ihrem Kommentar hinweisen: im Text “garantierten eine möglichst lange Lebensdauer” und in Ihrem Kommentar “garantierte, möglichst lange Lebensdauer”.

      Das Komma macht da schon einen Unterschied: So wie wir das verstanden haben, will Mitsubishi Kagaku Media für die “Enterprise Grade” Discs dafür sorgen, dass die Lebensdauer möglichst lang ist – also wahrscheinlich länger, als bei den nicht in diese Klasse eingestuften BDXL-Discs. Dasselbe gilt wahrscheinlich für die “ausgezeichnete Abspielbarkeit”. Sicherlich ist das für einen Datenträger eigentlich eine Voraussetzung. Es gibt aber bestimmt Möglichkeiten, dies für etwas teurere Produkte, die sich an gewerbliche Nutzer richten, zum Beispiel durch strengere Qualitätskontrollen, mit einer Garantie zu hinterlegen. In anderen Bereichen wird das ja auch so gemacht. Aber wie gesagt: Wie das genau aussehen wird, erfahren wir wahrscheinlich erst, wenn die für den Unternehmenseinsatz gedachten BDXL-Discs dann tatsächlich hierzuulande verfügbar werden.

      Peter Marwan
      Redaktion ITespresso

      • 9. Oktober 2012 à 09:11 von schulte

        Hallo Herr Marvan,

        herzlichen Dank für Ihre schnelle und sehr umfangreiche Antwort.
        Ich muss Sie um Entschuldigung für meine Nachlässigkeit beim Formulieren bitten. Dies war einem möglichst knappen Text geschuldet, der die für meine Aussage wichtigen Punkte beinhalten sollte.

        Und ich weiß natürlich, dass Sie der Überbringer und nicht der Verursacher sind :-)

        Ich sehe mich aber im Wesentlichen bestätigt.
        Mit 30+ IT-Jahren sind mir die Verbatim-Aussagen zu vage, um anzufangen, strategisch auf BDXL vor allem als Archiv-Medium zu setzen.
        Und für einen ambitionierten Laien sind die Geräte (derzeit noch) zu teuer und bieten außer zu Backup/Archiv-Zwecken keinen weiteren Einsatzbereich.

        Ich wünsche dem BDXL-Konsortium, dass vielleicht die Konsolenwelt beizeiten auf den Zug aufspringt, aber auch hier geht der Trend klar zum Online-Geschäftsmodell und Cloud.

        WAS außer garantierter Daten-Langlebigkeit sollte der Grund sein, in diese Technik zu investieren? Denn neben dem Datenträger und der Primärtechnik kommt ja auch noch die Sekundärtechnik zum Tragen – also der Aufwand ein funktionierendes Abspielszenario über die Jahre bereitzustellen. (Rechner/OS/Schnittstellen/Formate etc.) und damit das Thema TCO.

        Von daher sind rein qualitative Aussagen sowohl zur Langfristigkeit/Lebensdauer als Nutzbarkeit/Abspielqualität, die essentieller Bestandteil eines Datenträgers sein sollten, IMHO sehr kontraproduktiv.

        Als Vertriebsberater sehe ich mich bestätigt, dass die meisten Einwände vom Anbieter selbst kommen und mit zusätzlichem Aufwand überwunden werden wollen.
        Ich will ja garnicht die gute Absicht des Herstellers in Frage stellen, den Ball flach zu halten.
        Aber das sollte man nicht bei der grundsätzlichen Erwartungshaltung an eine Leistung tun.

        Beste Grüße aus München
        schulte

        • 9. Oktober 2012 à 10:39 von Peter Marwan

          Hallo,
          kein Problem. Diskussion ist erwünscht und meist hilfreich. Ich selbst bin kein großer Verfechter von Blu-ray als Speichermedium – aber dennoch hielten wir die Information an sich für wichtig, dass es die Medien nun gibt. Und dass es seit der Vorstellung zwei Jahre gedauert hat, bis Produkte verfügbar wurden, sagt ja auch schon einiges aus ..

          Peter Marwan
          Redaktion ITespresso

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