Schlampig zusammengebaut: Sony ruft Android-Tablet Xperia S zurück

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Schlitze zwischen dem spritzwassergeschützten Display und dem Gehäuse machen das Gerät für Wasserschäden anfällig. Schuld ist offenbar der chinesische Auftragsfertiger, der die Geräte montiert hat. Sony verspricht Besitzern eine kostenlose Reparatur.

Sony hat den Verkauf seines Android-4.0-Tablets Xperia S vorläufig eingestellt. Grund sind erst jetzt entdeckte Produktionsfehler, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Insbesondere Zwischenräume zwischen Display und Gehäuse, die das Tablet für Wasserschäden anfällig machen, sind für die Maßnahme verantwortlich.

Nicht ganz dicht: Sonys Android-Tablet Xperia S (Bild: Sony)

Eine Sony-Sprecherin erklärte gegenüber Reuters, dass die Hardware-Probleme auf einen “Produktionsfehler” bei dem chinesischen Auftragsfertiger zurückzuführen seien, der das Tablet zusammenbaue. Bisher gebe es noch keinen Termin, wann der Verkauf fortgesetzt werde.

Das jüngste Tablet des japanischen Elektronikkonzerns, das sich die Markenbezeichnung Xperia mit dessen Smartphones teilt, war erst am 7. September in den Handel gekommen – zunächst in den USA und kurz darauf auch in Japan und Europa. Bisher hat Sony etwa 100.000 Stück des in Deutschland 399 Euro kostenden Xperia S verkauft. Das Unternehmen kündigte an, alle defekten Geräte kostenlos zu reparieren.

Im April war Sony schon einmal durch magelhafte Qualitätskontrolle aufgefallen: Einige der im März auf den Markt gekommenen Smartphones des Modells Xperia S wiesen einen deutlichen Gelbstich im Display auf. Der Hersteller hatte jedoch auch da auf Nutzerbeschwerdne reagiert und angebiten, Besitzern betroffener Geräte kostenlos ein neues zu überlassen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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