Markt für E-Book-Reader nimmt in Deutschland endlich Fahrt auf

Der Umsatz mit E-Book-Readern wird 2012 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um den Faktor 2,5 zulegen. Laut einer Prognose des Bitkom kaufen die Deutschen im laufenden Jahr rund 800.000 Lesegeräte. 2011 fanden noch rund 230.000 E-Reader einen Käufer.

von Peter Marwan 0


Die Frankfurter Buchmesse steht vor der Tür und damit lebt die Diskussion über das Verhältnis von gedruckten Büchern und E-Books wieder einmal auf. Der IT-Branchenverband Bitkom muss da natürlich auch Partei ergreifen – und zwar für die Möglichkeiten der digitalen Lesevariante: Seiner Einschätzung nach wird der E-Reader-Markt 2012 auf rund 800.000 Lesegeräte anwachsen.

2011 fanden rund 230.000 E-Reader einen Käufer. Im Jahr 2013 soll das Segment erneut kräftig zulegen. Der Bitkom prognostiziert in Deutschland im kommenden Jahr ein Wachstum um 78 Prozent auf 1,4 Millionen Stück, der Umsatz soll um 65 Prozent auf 128,5 Millionen Euro zulegen.

“Der Markt für E-Reader und den entsprechenden Inhalten, allen voran E-Books, steht vor dem Durchbruch”, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. “Die Kombination aus preiswerten Geräten und attraktiven Inhalten wird für die Kunden immer interessanter.”

2011 hatte sich der das Marktvolumen zwar auch schon um 40 Prozent vergrößert, der Bitkom war damit aber nicht zufrieden gewesen: Denn EU-weit wuchs der Markt deutlich stärker. “Die Verbreitung von E-Books hinkt in Deutschland unter anderem wegen der hierzulande schwierigen urheberrechtlichen und steuerlichen Situation hinterher”, stellte Ralph Haupter vom Bitkom-Präsidium damals fest. “Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bremsen die Dynamik im E-Book-Markt und bei E-Readern”, so Haupter weiter. Offensichtlich waren es aber nicht nur die Rahmenbedingungen, denn die haben sich in den vergangenen zwölf Monaten nicht geändert, sondern auch die Nutzungsgewohnheiten der potenziellen Käufer.

Die Bitkom-Prognosen für den Markt für E-Book-Reader für 2012 und 2013 (Grafik: Bitkom).

In den jetzt vorgelegten Absatzzahlen sind keine Tablets enthalten, auf denen ebenfalls E-Books gelesen werden können. Im Vergleich dazu sind E-Reader jedoch meist leichter und verfügen in der Regel über kontrastreichere Bildschirme, die sich besser für E-Books eignen. E-Ink-Displays ermöglichen zudem eine deutlich längere Akkulaufzeit als hintergrundbeleuchtete Bildschirme von Tablets. Dafür bieten E-Reader bei weitem nicht die multimedialen Fähigkeiten von Tablet-Computern. So lassen sich auf ihnen meist keine Videos abspielen.

Allerdings sind die reinen Lesegeräte auch preiswerter. Der Durchschnittspreis liegt laut Bitkom aktuell bei 97 Euro, das sind 24 Prozent weniger als im Vorjahr. Günstige Geräte in der Einstiegsklasse sind bereits ab 50 Euro zu haben. Auch die gesunkenen Preise dürften zur wachsenden Verbreitung beigetragen haben.

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Autor: Peter Marwan
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