E-Mail-Filterdienst erkennt nun Muster von Spam-Kampagnen

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Mit der neuen Version 4 seines Dienstes eXpurgate will der Berliner Anbieter Eleven gezielter aktuelle Spam-Techniken erkennen können – trotz zahlreicher heuristischer Erkennungsmethoden will er seine False-Positive-Rate auf unter 0,00001 Prozent gesenkt haben.

Mit der neu gestarteten Version 4 seines gemanagten E-Mail-Services hat eleven eigenen Angaben zufolge die Spam-Erkennungsrate auf “mindestens 99,8 Prozent” erhöht.

Man habe dazu  aktuelle Tricks und Techniken der Spammer, Filter zu umgehen, weitestgehend ausgemerzt. Dazu zählen etwa automatisch generierte Zufallstexte, rotierende Links (zum Beispiel durch Nutzung von Linkverkürzern) und variable Textbausteine.

Spam-Versender würden Spam-Kampagnen zunehmend so gestalten, dass sich einzelne E-Mails deutlich voneinander unterscheiden. Doch auch die “anderen” Mails erkenne man inzwischen: Ein zusätzlicher “Struktur-Fingerprint” soll Muster einer Spam-Kampagne erkennen und so auch Spams mit neuen Texten und ausgewechselten und verkürzten Links entfernen. Wie diese vor allem heuristischen Methoden funktionieren, gibt der Anbieter als Firmengeheimnis nicht preis.

Ähnlich zurückhaltend ist er bei der Angabe von Preisen. Sascha Krieger, Leiter Unternehmenskommunikation: “Die exakten Preise kann ich Ihnen nicht nennen, weil sie je nach direktem Kundengespräch, Laufzeit und Anzahl der Nutzer unterschiedlich sind.”  Außerdem würden gerade die Gebühren für kleinere und mittlere Unternehmen von Partnern und Distributoren festgelegt, nicht von Eleven selbst.

Auf die Frage nach einer ungefähren “Hausnummer” nennt Krieger immerhin die Grundlage der Berechnung: Als Nutzer werden nur reale Personen gerechnet – wer also mehrere Mail-Adressen besitzt, wird nur als ein einzelner User berechnet. Zu Großkundenpreisen hält sich der Eleven-Marketingmann gänzlich bedeckt, denn die Klientel des Dienstleisters ist entweder hochsensibel wie etwa die DATEV, der Bundesverband Deutscher Banken und SAP, oder ist wegen der Berechnung der Angebote für die eigenen Kunden auf Stillschweigen angewiesen – wie etwa 1&1, O2 und T-Online.

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