Das ist neu bei Windows Server 2012
Verarbeitung leicht gemacht
Um die Arbeit für Nerzwerkverantwortliche weiter zu erleichtern, hat Microsoft dem Produkt neue Fernwartungsfunktionen verpasst: Vieles, was bisher nur über die “Powershell” machbar war, kann nun auch per GUI gesteuert werden. So lassen sich jetzt entfernte Server und Gruppen über die Oberfläche fernsteuern, Remote Access über Installationen, Policy, und so weiter sind möglich.
Die Powershell bleibt jedoch bestehen und ist noch immer Zentrum vieler Administrationsaufgaben. Doch auch diese hat Microsoft um Neuheiten erweitert: Die neue “Powershell ISE” arbeitet ähnlich wie aktuelle Suchmaschinen und zeigt schon während der Eingabe die häufigst ausgewählten Funktionen an. Die Automation soll die Administratorentätigkeit beschleunigen.
Auch bei der Bearbeitung und automatischen Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien für Nutzergruppen hat Microsoft geschraubt. So sind ewa bei “Verhaltensstörungen” im Netzwerkverkehr auch Einschränkungen für dynamische IP-Adressen möglich – wenn man nicht weiß, wer gerade netzwerkschädliche Aktionen startet, muss auch der Ausschluss der Unbekannten möglich sein.
Mit der Funktion “Direct Access” werden automatisch sichere Verbindungen zu Netzwerk-Resourcen geschaffen – Windows Server öffnet quasi wie von selbst VPN-Verbindungen und schafft seine “Tunnel” selbst. Diese Selbsteinrichtung funktioniert sowohl unter IPv4 als auch iPv6 – viele externe Tools benötigten bisher für derartige automatische VPNs erst einmal dedizierte IPv6-Netze.
Und nutzt ein Anwender oder eine Gruppe zu viel Prozessor-Power, so ist auch ein “CPU-Throtteling” möglich, um die Ressourcen noch für andere Abteilungen im Unternehmen bereitstellen zu können. Der Server kann also mit Prozessorkraft das tun, was Telekommunikations-Unternehmen schon lange bei der mobilen Bandbreitenzuweisung tun, wenn ein Nutzer “zu viel” mit seinem Smartphone surft: Die Nutzung der Ressourcen einschränken.
Die Ressourcen besser zu verwalten war auch das Ziel bei der Umstellung auf das neue Dateisystem REFS (“Resilient File System”) – es verwaltet die Daten mit viel weniger Speicherbedarf als das früher genutzte NTFS. Dennoch zeigt “File Info” noch die Dateigröße an, die ein File in herkömmlichen Systemen einnimmt – womit Migrationen besser zu planen sind. Das REFS hatte Microsoft bereits für Windows 8 eingeführt und überträgt diese Neuerung auf den Server. So könnt man 100 MByte locker auf einem 80-MByte-Laufwerk speichern, scherzten Microsoft-Mitarbeiter auf dem Server-Workshop.
Vielen Unternehmen fällt es bei all der Virtualisierung schwer, den tatsächlichen Verbrauch von Systemressourcen zu messen und so zu ermitteln, wie viel davon welcher Teil des Unternehmens verbraucht. Um dies zu ermöglichen, führt Microsoft mit dem “Ressource Metering” eine Reporting-Funktion ein, die genau sagt, welche Abteilung/Nutzergruppe welche Ressourcen wie stark nutzt. Ob Prozessorpower, Nutzung der Anwendungen, Cloud-Dienste oder der Internetverbindungen: Die Ergebnisse helfen der Firmenleitung, die richtigen Investitionen zu tätigen oder zu vermeiden und die Kosten den passenden Abteilungen zuzuweisen.
Unzählige neue Funktionen
Microsoft hat seinem “All-inclusive-Server” tausende neuer Funktionen spendiert. Darunter sind solche, die eine Einbindung in andere Infrastrukturen erleichtern (etwa in iSCSI- und Fibrehannel-Umgebungen) oder NFS-Unterstützung, Transparentes Failover für den besseren Umgang mit ausfallender Hardware, Thin Provisioning, geteilte Server-Cluster, QoS-Funktionen, und und und…

Die neuen Fuktionen werden als “Apps” präsentiert, bevor es ins “Eingemachte” in die Bearbeitungsfenster geht-
Microsoft spricht von insgesamt 88 Prozent Reduktion der Netzwerkverwaltungszeiten bei den befragten Kunden und einer Steigerung der Netzwerkverfügbarkeit um 4,75 Prozent sowie Verringerung der Ausfallzeiten um 23 Prozent.
Und wichtig für das Verständnis der Kosten ist auch die Vereinfachung der Lzenzierung: Bezahlen müsen Kunden nicht für reale Prozessoren und Prozesorkerne, nicht für die Anzahl der verwalteten virtuellen Maschinen, sondern für die Anzahl der CPU-Sockel. Der Server kostet also nicht mehr, wenn ein Prozessor mit 64 Kernen eingebaut wird und auch nicht, wenn viele virtuelle Ressourcen hinzugefügt oder erzugt werden.
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Eine Antwort zu Das ist neu bei Windows Server 2012
Die Absicht von Microsoft ist wirklich genial. Die Idee, dass es für kleinere Unternehmen hilfreich ist und auch für riesige Ansammlung von virtuellen Rechnern, zeigt wie fortgeschritten Microsoft mittlerweile ist.
Man muss zugeben, dass Windows Server 2012 eine große Erleichterung ist.