Test: Mobil diktieren mit Dragon Naturally Speaking 12

von Mehmet Toprak 2

Formatieren, Navigieren, Surfen

Neben der Kernkompetenz des Programms, dem Diktieren, beherrscht Naturally Speaking noch einige andere Kunststücke. Per Sprachbefehl kann der Anwender auch im Dokument navigieren, indem er etwa Kommandos wie “gehe zum Ende”, “gehe zum Anfang” oder “Cursor vor <Wort>” spricht. Im Test funktioniert das tadellos. Auch das Markieren und Formatieren von Wörtern funktioniert weitgehend zuverlässig. Man sagt beispielsweise “Markier <Wort>” und kann dies dann beispielsweise mit Befehlen wie “Schreib das fett” oder “Unterstreich das” formatieren.

Daneben lässt sich Naturally Speaking ebenso wie die Vorgängerversionen auch zum Steuern des PCs, also zum Aufrufen von Programmen, Wechseln zwischen Fenstern und zum Schließen von Programmen verwenden. Das funktioniert relativ gut, meistens ist man dann aber mit Maus und Enter-Taste doch schneller.

Das Headset besitzt zwei Ohrmuscheln, eine hätte genügt.

Das gleiche gilt für das Surfen im Web. Es funktioniert zwar, wegen der Kürze der Befehle hat Software aber wenig Audiodaten zur Verfügung und missversteht deshalb auch das ein oder andere Kommando. Mit der Maus surft man deshalb in aller Regel schneller als mit Sprachbefehlen.

Nicht ganz überzeugen kann übrigens das mitgelieferte Headset. Es ist nämlich mit zwei Ohrmuscheln ausgestattet, damit kann man zwar in Stereo hören, für Spracherkennung ist das überflüssig, man hat nur ein zweites Schaumstoffpolster, das aufs Ohr drückt. Daneben ist auch das zweiadrige Kabel des Headsets eine Spur zu steif.

Neu in Version 12: Das interaktive Lernprogramm für Einsteiger

Fazit: Sinnvolles Update, Diktierspaß für Einsteiger

Für Anwender, die sehr viel und regelmäßig mit Spracherkennung arbeiten, ist ein Upgrade auf die neue Version nicht zwingend, aber durchaus sinnvoll, zumal ein eventuell vorhandenes Benutzerprofil problemlos übernommen wird.

Wer bisher noch nicht mit Spracherkennung gearbeitet hat und sie ausprobieren will, etwa, weil er das Zehn-Finger-Tippen nicht beherrscht, wird überrascht sein, wie leistungsfähig die Erkennungsalgorithmen sind und, wie schnell und mühelos auch längere Texte entstehen. Wer beispielsweise täglich einen Weblog zu befüllen hat, wird Naturally Speaking zu schätzen wissen.

Eine Warnung zum Schluss. Richtig Spaß am Diktieren oder an der PC-Steuerung wird nur der haben, der die Software am Anfang geduldig trainiert und sein persönliches Sprachprofil aufbaut.

Einen Überblick über die verschiedenen Versionen gibt es auf der Webseite von Nuance. Hier findet sich beispielsweise auch eine Home-Version für 99 Euro oder eine Premiumversion ohne Diktiergerät für 149 Euro.

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2 Antworten zu Test: Mobil diktieren mit Dragon Naturally Speaking 12

  • 1. Oktober 2012 à 15:18 von Rosa

    Ich bin total begeistert von Comodo.
    Dragon, ist wirklich sehr hilfreich, in Sachen reinige deinen EMailbrowser von nutzlosen Dingen, die anderen Sagen, wo du gewesen bist.

  • 23. November 2012 à 17:35 von Weber Reinhard

    Mich hats gewundert das die günstige Version auch so gut funktioniert, die einfache Spracherkennung soll aber die gleichen Grundfunktionen wie die Pro Version haben.

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