Soziale Netzwerke: Microsoft setzt auf Klout

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Der Dienst misst den Einfluss von Personen in Form des “Klout Score”. Daten aus Klout erscheinen künftig in der Microsoft-Suchmaschine Bing, Suchergebnisse aus Bing werden unter Umständen in Profilen der Klout-Nutzer angezeigt. Es scheint so, als ob Microsoft damit einen ähnlichen Weg geht wie Google bei der Verknüpfung seiner Suchmaschine mit Google+.

Microsoft kooperiert nun mit dem Social-Media-Messdienst Klout. Bing wird künftig Daten aus Klout anzeigen, während Klout “Highlights aus Bing” einblendet. Basis der Partnerschaft ist eine “strategische Investition” von Microsoft in Klout. Über deren Höhe machten die Beteiligten keine genaueren Angaben.

Klout bewertet den Einfluss einer Person aufgrund ihrer Social-Media-Veröffentlichungen und Bewertungen anderer Nutzer mittels eines “Klout Score” genannten Wertes. Es identifiziert außerdem Themenbereiche, in denen ein Mensch besonderen Einfluss auf andere ausübt.

Künftig wird Klout unter bestimmten Umständen zudem Bing-Informationen im Profil seiner Nutzer anzeigen. Microsoft stellt Klout-Ergebnisse im Gegenzug in der Bing Sidebar dar. In gleicher Weise hat es auch schon Quora und Foursquare integriert. Die Investition begründet Microsoft damit, dass sich so eine Verbindung zu Sucheingaben als wichtiger Information über einen Nutzer herstellen lässt.

Im Microsoft-Blog heißt es: “Suche als gesendetes Signal ist eine interessante neue Entwicklung für unsere Beschäftigung mit Big Data und wie wir den Wert vieler anderer täglich genutzter Services verbessern können.”

Die neue Integration lässt sich Microsoft zufolge testen, indem man sich auf Bing.com begibt, auch bei Facebook einloggt und einige Suchanfragen ausführt. Microsoft schlägt als Suchbegriffe “Movies”, “Stanford University” und “NFL Schedule” vor. Das Feature funktioniert derzeit allerdings nur mit der US-Version von Bing.

Unterm Strich bekommt Microsoft so die Möglichkeit, Ergebnisse seiner Suchmaschine mit einem Gesicht zu versehen – ähnlich wie das Google derzeit bei seinen Suchergebnissen tut, wenn der Urheber in Google+ vertreten ist. Google hofft, damit dass Informationen mit eienr konkreten Person verküpft sind, diese glaubwürdiger zu machen.

Da Klout sich mit dem Einfluss und der Glaubwürdigkeit beziehungsweise Popularität von im Web agierenden Personen an sich beschäftigt, ist denkbar, dass auch Microsoft diese Informationen als Kriterium für die Einstufung der Suchergebnisse heranzieht – oder zumindest Ergebnisse, die auf Urherber mit gutem “Klout-Score” verweisen, prominenter präsentiert, da es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um nützliche und erwünschte Suchergebnisse handelt.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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