Blackberry OS 10: RIM stellt neue Funktionen vor

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Mit “Blackberry Balance” lassen sich private und geschäftliche Daten trennen. Die neue Version des Mobil-OS kommt auch mit der auf Gesten basierenden Bedienoberfläche Flow. “Blackberry Hub” fasst E-Mails und Nachrichten aus Sozialen Netzen zusammen.

Research In Motion (RIM) hat auf seiner Entwicklerkonferenz Blackberry Jam neue Funktionen des kommenden Mobilbetriebssystems Blackberry OS 10 vorgestellt. Darunter ist eine “Flow” genannte Bedienoberfläche, die auf Gesten basiert und unter anderem das alte Menü und den universellen Nachrichteneingang integriert.

Laut RIM-CEO Thorsten Heins liegt das Unternehmen bei Blackberry OS 10 im Zeitplan (Bild: Research in Motion).

Der Bildschirm eines Blackberry-10-Geräts lässt sich ohne einen Slider oder einen Klick auf eine Schaltfläche entsperren. Der Nutzer muss lediglich einen Finger von unten nach oben über den Bildschirm führen, damit der Sperrbildschirm verschwindet. Flow liefert auch eine Vorschau auf alle geöffneten Programme, die als Miniaturansicht dargestellt werden. Nutzer können so eine andere Anwendung auswählen, ohne einen Home-Bildschirm aufrufen und ein Symbol anklicken zu müssen.

Neu ist auch eine Blackberry Hub genannte Nachrichtenzentrale, die E-Mails und Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken zusammenfasst. Blackberry Hub wird ebenfalls mit einer Geste aufgerufen: Es genügt, die die aktuelle Anwendung dafür mit einem Finger nach rechts zu schieben. Ob das wirklich praktisch ist oder zu häufigem versehentlichen Aufrufen des Hub führt, muss die Praxis zeigen.

Blackberry OS 10, das seit gestern als Beta 3 vorliegt, ermöglicht es auch, private und geschäftliche Daten zu trennen. Das als Blackberry Balance bezeichnete Feature ist zwar schon in Teilen seit Blackberry OS 6 vorhanden, die Implementierung in Blackberry OS 10 ist allerdings neu.

Der Wechsel zwischen einem privaten und einem geschäftlichen Profil erfolgt auf Knopfdruck. IT-Administratoren können für die berufliche Nutzung Richtlinien erstellen, beispielsweise für verbindlich zu installierende Anwendungen, und auch den Zeitraum festlegen, nach dem die Bildschirmsperre automatisch aktiviert wird. Ruft der Anwender sein privates Profil auf, verschwinden alle geschäftlichen Daten wie E-Mails, Telefonnummern und Apps. RIM zufolge ist es auch nicht möglich, vertrauliche Informationen eines Unternehmens in das private Profil zu kopieren, um sie von dort weiterzuleiten.

Mit der Funktion Blackberry Balance trennt RIM auf Smartphones mit Blackberry OS 10 geschäftliche und private Daten und Apps der Nutzer (Bild: Jessica Dolcourt / News.com).

RIM hat auch die E-Mail-Einrichtung überarbeitet. Sie entspricht nun dem Hinzufügen eines persönlichen E-Mail-Kontos. Bisher war es aufwändiger, sich bei einem sicheren Blackberry Enterprise Server anzumelden.

Laut CEO Thorsten Heins liegt die Entwicklung von Blackberry OS 10 im Zeitplan. Er dementierte damit noch einmal im Sommer aufgekommene Berichte über Verzögerungen bei der Entwicklung. Im Oktober begännen die ersten Mobilfunkanbieter mit Tests der neuen Blackberry-Geräte. Smartphones mit Blackberry OS 10 sollen – so wie bereits seit dem Durchsickern der Roadmap im Juli – im ersten Quartal 2013 erhältlich sein.

[mit Material von Jessica Dolcourt, News.com]

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