Vier Hersteller optischer Laufwerke kartellrechtlich verurteilt

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Wegen illegaler Preisabsprachen hat das taiwanische Kartellamt Strafen gegen mehrere Hersteller verhängt, die die Auftragshersteller von HP und Dell zwischen 2006 und 2009 in Ausschreibungen betrogen haben sollen. Ohne diese wären Rechner vermutlich noch billiger.

Die taiwanische Fair Trade Comossion (FTC), so berichtet Digitimes, sprach Strafsummen von 54 Millionen Taiwan Dollar gegen 4 ODD-Hersteller aus. Das klingt nach relativ viel, doch nach westlichen Standards ist die Summe mit umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro nur ein Warnschuss der Behörden.

Die bestraften Anbieter der Optical Disc Drives hätten in einer konzertierten Aktion bei Ausschreibungen von HP und Dell überhöhte Preise vereinbart. Die vier Hersteller und die entsprechenden Strafen: führt Digitimes namentlich auf: Toshiba-Samsung Storage Technology (25 Millionen New-Taiwan-Dollar), Hitachi-LG Data Storage (16 Millionen). Philips & Lite-On Digital Solutions (8 Millionen) und Sony Optiarc (5 Millionen).

Bevor die Unternehmen auf die Ausschreibungen reagiert haben, hätten sie laut FTC Preise und damit zusammenhängende Informationen ausgetauscht. Da die vier Schuldigen bis zu 75 Prozent des Weltmarktes für optische Laufwerke beherrschen unf HP und Dell inzwischen 10 Prozent des taiwanischen -Marktes beherrschen, seien die Absprachen ein Verstoß gegen Artikel 14 des taiwanischen Kartellgesetzes.

Die Absprachen gehen schon länger auf internationaler Ebene voran : Eines der Unternehmen hatte sich bereits 2011 vor dem US-Kartellamt für schuldig befunden. Sowohl das US- als auch das taiwanische Gesetz enthalten einen Straffreiheitspassus für Unternehmen, die vor Beginn eine Untersuchung schonzugeben, dass sie an Preisabsprachen beteiligt waren.  Der “Verräter” taucht natürlich nicht in der Liste der Verurteilten auf.

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