Apple verlangt zusätzliche 707 Millionen Dollar Schadenersatz von Samsung

PolitikRecht

535 Millionen für Design-Kopien, 121 Millionen für entgangene Verkäufe und 50 Millionen Zinsen für das noch nicht bezahlte Strafgeld will der kalifornische Hersteller mit Hilfe einer neuen Klage eintreiben.

Nachdem Samsung schon im Vorfeld von Apples iPhone5-Ankündigung mit weiteren Klagen drohte und dies vergangene Woche noch einmal bekräftigte, ist Apple dem koreanischen Konzern zuvorgekommen – als “Nachtisch” auf den gerade haushoch gewonnenen kalifornischen Prozess serviert Apple nun eine weitere Forderung: 707 Millionen Dollar an “zusätzlichem Schaden” soll Samsung nun auf die schon vom Gericht beschlossene Strafzahlung von einer Milliarde drauflegen. Am Freitagabend habe Apple dies im nordkalifornischen Bezirksgericht eingereicht, berichtete Ars Technica am Samstag unter Berufung auf einen Reuters-Eilbericht vom Vorabend.

Sowohl Apple als auch Samsung sind mit dem Ergebnis des letzten Prozesses nicht zufrieden. Samsung meint, man habe nicht genügend Zeit “für einen Patentfall dieser Komplexität und diesen Ausmaßes” bekommen, um Beweise zu liefern. Apple beklagt, die Schadenssummen seien zu niedrig angesetzt worden.

Der Zank um die Marktführung im mobilen Computing geht weiter – doch wie so oft bei derartigen Streitigkeiten, ändert sich für Nutzer von Apple- oder Samsung-Smartphones nichts. Welche Finanz- und Patent-Deals und Strafen auch immer  herauskommen: Etwaige Produktänderungen oder Verkaufsverbote beziehen sich nur auf zukünftig verkaufte Geräte, nicht auf das, was Nutzer schon gekauft haben.

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