Smartphone-Log-In durch Gesichtserkennung: Apple beantragt weiteres Patent

PolitikRechtSicherheitSicherheitsmanagement

Apple will erst durch Sensoren erkennen, ob jemand wirklich das Smartphone in der Hand hält, anschließend eine Reihe von Aufnahmen machen und sich mit dieser “Personen-Information” ein- oder ausloggen.

Mit der vorderseitigen Kamera eines Smartphones will Apple erkennen, ob der echte Besitzer des Handys anwesend ist. Aufgrund einer biometrischen Erkennung könnte dann auch gleich das Log-in erfolgen, wie in einem jetzt veröffentlichten und von Patently Apple aufgespürten Patentantrag zu lesen ist.

Demnach erstellt die Kamera eine rasche Folge von Aufnahmen, um zu reagieren. Sie kann sowohl ins Standby wechseln, wenn der Nutzer abwesend ist, wie auch aus dem Standby in den aktiven Modus.

Der Antrag unterscheidet sich nur wenig von einem anderen Apple-Entwurf, der letzten Dezember bekannt wurde und in dem es ebenfalls um ein Log-in per Gesichtserkennung ging. Neu ist, dass das Gerät selbsttätig aktiv wird.

Hinzu kommt außerdem, dass Apple schildert, wie sich die Sensoren eines Smartphones zusätzlich für die Erkennung nutzen lassen. So soll die Kamera ja nicht ständig Aufnahmen machen, wenn etwa das Smartphone auf dem Schreibtisch oder in einer Schublade ruht. Vielmehr wäre es wünschenswert, dass das Smartphone erkennt, ob es jemand in der Hand hält oder in irgendeiner Weise bewegt.

Google hat diesen Monat schon ein Patent auf ein Verfahren zugesprochen bekommen, das auf Basis einer Gesichtserkennung Zugang zu persönlichen Daten gewährt. Und in Android ab Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) ist eine Entsperr-App, die per Gesichtserkennung funktioniert, ohnehin Standard. Sie findet sich beispielsweise auf dem Samsung-Smartphone Galaxy S3 ebenso wie dem auf dem Google-Tablet Nexus 7. Für ein Unlock muss der Anwender hier ein Foto von sich selbst machen. Allerdings lässt sie sich durch ein vorgehaltenes Bild überlisten.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]