Blackberry-Ausfall in Europa inzwischen behoben

MobileSmartphone

Erneut sind die Dienste von Research in Motion ausgefallen, erneut dauerte es, bis sie behoben waren, und besonders ungünstig für die Außenwirkung des Herstellers: Der Zusammenbruch des Kommunikationssystems begann zeitgleich mit Apples iPhone-5-Marktstart.

Pünktlich zum Marktstart von Apples iPhone 5 waren RIMs Blackberry-Services in Europa, Asien und Afrika ausgefallen. Der Ausfall der Dienste sei inzwischen behoben, hieß es heute in einer Update-Meldung auf Twitter. Die Dauer der Störung ist bisher ebenso wenig bekannt wie der Grund. Medienberichte sprechen von bis zu vier Tagen ohne die Serverdienste.

In der Instandsetzungs-Mitteilung heißt es: “Wir entschuldigen uns bei den Kunden, die von der Störung betroffen waren. Wir können bestätigen, dass die Dienste wiederhergestellt wurden und jetzt wieder normal laufen.” Heise.de zufolge waren in Deutschland vor allem Vodafone-Kunden, aber keine Telekom-Nutzer betroffen. In Großbritannien traf es vor allem Vodafone, heißt es im Twitter-Auftritt von RIM UK. Letztendlich schlägt der Blackout auf RIM selbst zurück, denn zahlreiche betroffene Kunden verschafften ihrem Unmut Gehör in verschiedensten Web-Auftritten.

Schon vor einem knappen Jahr erlitt RIMs Infrastruktur einen mehrtägigen Ausfall, der ebenfalls in Europa begann, sich aber auf andere Regionen ausweitete – einschließlich USA und Kanada. Der Hersteller gab sein Versagen offenherzig zu, entschädigte die schockierten Kunden aber nur mit Gratis-Spielen und -Apps. Etwa 10 Millionen waren weltweit betroffen. In den Jahren 2009, 2008, 2007 und 2006 war es ebenfalls zu Störungen gekommen.

Die gleichzeitige Markteinführung des iPhone 5 war besonders ungünstig für Research in Motion – der kanadische Smartphone-Pionier hatte bereits bei den RIM-Ausfällen im Jahr 2011 viele Kunden an Apple verloren. RIM selbst hat den 2011 entstandenen Schaden allerdings nur auf 54 Millionen Dollar beziffert.

Die Blackberry-Verkäufe brachen in der Folge allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 7,8 Millionen Stück ein. Das war sicherlich nicht alleine Folge des Ausfalls – er wird aber seinen Teil dazu beigetragen haben. RIM ist jedoch noch nicht bereit, aufzugeben. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf Blackberry 10, die für 2013 angekündigte nächste Version seines Mobilbetriebssystems, um sein Geschäft wiederzubeleben.

[mit Material von Lance Whitney, News.com, Florian Kalenda, zdnet.de und Martin Schindler, silicon.de]

Umfrage

Glauben Sie, dass Blackberry das Comeback schafft?

  • Nein, die Kanadier sind inzwischen zu weit zurück. (13%, 93 Stimme(n))
  • Eventuell klappt es in anderen Regionen, in Europa ist der Zug abgefahren. (5%, 38 Stimme(n))
  • Die Möglichkeit besteht, ich halte es aber für unwahrscheinlich. (13%, 96 Stimme(n))
  • Ich denke, Blackbery kann sich in Firmen noch eine ganze Weile behaupten. (21%, 154 Stimme(n))
  • Ich glaube daran, dass das Comeback gelingt. (47%, 336 Stimme(n))

Gesamt: 717

Loading ... Loading ...
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen