Ist das Verschenken von VPN-Programmen nur ein Marketing-Gag?

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Das VPN-Tool “OkayFreedom“”, mit dem sich auch Ländererkennungen mit automatischer Weiterleitung vermeiden lassen, wird nun von Steganos 10.000 Mal verschenkt. Gratis ist allerdings nur die 1-Monatslizenz, danach zahlt der Anwender für das Datenaufkommen.

Eine der wichtigsten Funktionen von OkayFreedom ist der Wechsel der IP-Identität – sozusagen die digitale “Einbürgerung” in andere Herkunftsländer auf Mausklick (Screenshot: ITespresso).

Steganos schenkt Anwendern bis zum Ende des Jahres 10.000 1-Monatslizenzen des VPN-Tools OkayFreedom. Das Berliner Sicherheitsunternehmen vermarktet sein “Geschenk” von 10.000 OkayFreedom-Lizenzen als Mittel gegen die Zensur und für die Erhaltung der Meinungsfreiheit – nicht wie andere Hersteller von Software für “Virtual Private Networks”, die eher den Aspekt der Datensicherheit verkaufen.

Das Programm, das bereits in einer kostenlosen Variante mit nur 1 GByte Datentransfer im Monat erhältlich ist, erlaubt im Premium-Abo für monatlich 4,95 Euro das Übertragen von 10 GByte im Monat. Für 9,95 Euro im Monat ist die Datenmenge unbegrenzt.

Die Software ist gleichzeitig eine Art Anonymisierungsdienst und verhindert das Aufzeichnen von User-Sessions, ist also damit auch Mitbewerb für Tools wie Uniscon ID-Gard, das aber zusätzlich noch “Datenschließfächer” (vergleichbar Dropbox mit zusätzlicher VPN-Funktion) bietet. Dessen Preis beginnt ähnlich wie der von OkayFreedom Premium bei 4,95 Euro im Monat.

Ob es sich bei den verschenkten Lizenzen von OkayFreedom also wirklich um ein Schnäppchen handelt, liegt eher am Datenaufkommen und dem Bedarf an Privatsphäre des einzelnen Anwenders. Vielsurfer sind bei Uniscon besser aufgehoben, Gelegenheits-Surfer können mit OkayFreedom und dem geschenkten Monat wirklich günstiger wegkommen.

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