Winklevoss-Brüder investieren in ein Social Network für Profis

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Die Zwillinge wurden durch ihren Prozess gegen Mark Zuckerberg bekannt. Jetzt haben sie eine Million Dollar in SumZero gesteckt, ein auf Exklusivität achtendes Austauschforum für Investoren: 75 Prozent der Interessenten werden angeblich abgelehnt. Wer es schafft Mitglied zu werden, muss sich dazu verpflichten, regelmäßig Tipps abzugeben.

In einer Werbung bei YouTube treten die Winklevoss-Zwillinge noch als Pistazien-Experten auf, mit ihrer Investition in Sum Zero wollen sie sich auch als Förder der Plattform für professionelle Anleger einen Namen machen (Screenshot: ZDNet bei Youtube).

Cameron und Tyler Winklevoss engagieren sich erneut im Bereich Soziale Netze. Wie das Wall Street Journal berichtet, stecken sie eine Million Dollar in SumZero. Die Plattform selbst richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren.

Gründer von SumZero sind Aalap Mahadevia und Divya Narendra, ehemalige Kommilitonen von Mark Zuckerberg und den Winklevoss-Zwillinge an der Universität Harvard. Narendra hatte 2008 gemeinsam mit den Zwillingen gegen Zuckerberg geklagt, weil der die Idee eines Sozialen Netzes namens ConnectU gestohlen habe – ein Plot, den 2010 der Film “The Social Network” aufgriff.

Zuckerberg und Facebook fanden das Trio mit 65 Millionen Dollar ab. Später wollten die Kläger den Prozess aber neu aufrollen, da Zuckerberg sie bezüglich des Unternehmenswerts getäuscht habe. Das Berufungsgericht ließ sich darauf nicht ein. Die Zwillinge drohten zwar, vor den Supreme Court zu ziehen, unterließen das aber letztlich.

Im Februar ging die Firma Winklevoss Capital an den Start; SumZero ist ihr erstes Förderprojekt. Die Site hat nach eigenen Angaben 7500 Mitglieder. Sie nimmt nur Investoren auf: Hedgefonds, genossenschaftliche Fonds und andere Kapitalgeber. Wall-Street-Banken sind nicht zugelassen. Angeblich werden 75 Prozent aller Bewerbungen angelehnt.

In dem Netzwerk kann sich der Insiderkreis gegenseitig Tipps geben und den Aktivitäten anderer folgen. Regelmäßige Empfehlungen gehören zur Pflicht der Nutzer. Wer sich daran nicht hält, verliert den Zugriff auf die Datenbank, wie das Wall Street Journal berichtet.

[mit Material von Steven Musil, News.com]