Windows Store steht nun allen Entwicklern offen

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Nun können sowohl Einzepersonen als auch Firmen Anwendungen einreichen. Der Marktplatz ist zudem in 82 weiteren Ländern und damit in insgesamt 120 Märkten verfügbar. Von bestimmten MSDN-Abonnenten verlangt Microsoft keine Jahresgebühr.

Microsofts Windows Store ist jetzt in 82 zusätzlichen Ländern verfügbar und steht nun allen Entwicklern offen – egal ob Einzelpersonen oder Firmen. Insgesamt werden nun 120 Märkte bedient, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Microsoft kündigte an, dass alle berechtigten MSDN-Abonnenten einen kostenlosen Jahreszugang für den Windows Store als Teil ihrer MSDN-Vergünstigungen erhalten. Berechtigt sind Abonnenten von Visual Studio Professional, Test Professional, Premium, Ultimate und BizSpark. Auch Teilnehmer des Studentenprogramms DreamSpark sparen die Jahresgebühr für den Windows Store.

Entwicklern bietet Microsoft eine Reihe kostenloser Ressourcen, Anleitungen und Werkzeuge an. Dazu zählen Tools für Visual Studio 2012, ein Windows-8-SDK, ein Zertifizierungskit für Windows RT sowie Beispielcode. Sie können von der MSDN-Website heruntergeladen werden.

Der App-Marktplatz ist seit Februar in Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und den USA als Vorschau abrufbar. Mit dem Start von Windows 8 am 26. Oktober möchte Microsoft dann 200 Länder und 100 Währungen unterstützen. Eine vollständige Liste ist auf einer MSDN-Hilfeseite verfügbar.

Zur Fertigstellung von Windows 8 Anfang August waren im Windows Store rund 450 Apps für die ARM-Version Windows RT verfügbar, auf der keine traditionellen Windows-Anwendungen laufen. Laut Microsoft-Beobachter Wes Miller gibt es inzwischen über 1000 Programme. Bei den meisten davon handelt es sich um Spiele und andere Angebote für Privatanwender, was aufgrund der Ausrichtung von Windows 8 auf den Consumer-Bereich nicht verwundert.

Microsoft sieht für Anwendungen im Windows Store eine Preisspanne von 1,49 bis 999,99 Dollar vor, falls sie nicht kostenlos angeboten werden. Vom Umsatz behält es genau wie Apple in seinem App Store 30 Prozent ein. Sollte eine App aber auf über 25.000 Dollar Umsatz kommen, reduziert sich Microsofts Anteil auf 20 Prozent. Für den Vertrieb im Windows Store benötigen Entwickler ein Jahresmitgliedschaft. Diese kostet für Einzelpersonen 49 Dollar und für Unternehmen wie bei Apple 99 Dollar.

Ende Oktober findet an Microsofts Stammsitz in Redmond die Windows-Entwicklerkonferenz Build 2012 statt, auf der das Unternehmen weitere Einzelheiten zur App-Entwicklung für Windows 8 bekannt geben wird.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]