Apple stellt iPhone 5 vor

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(Bild: James Martin / CNET)

Es ist mit 7,6 Millimetern etwas dünner und mit 112 Gramm etwas leichter als sein Vorgänger. Ausgeliefert wird es am 21., bestellt werden kann es ab dem 14. September. In Deutschland vermarktet die Deutsche Telekom das LTE-iPhone. Technische Verbesserungen erfuhren der Prozessor, das 4-Zoll-Display, der Akku und die weiterhin mit 8-Megapixel aufnehmende Kamera.

Apple CEO Tim Cook und eine Reihe weiterer, hochrangiger Firmenvertreter haben heute im Yerba Buena Center in San Francisco die sechste Generation des Apple-Smartphones vorgestellt. Sie kommt am 21.September als iPhone 5 in neun Ländern auf den Markt – darunter neben den USA, Großbritannien und Frankreich auch Deutschland. Interessenten in Österreich und die Schweiz müssen sich noch etwas gedulden – dort kommt es am 28. September in den Handel. Bis Ende 2012 soll das iPhone 5 in 100 Ländern und von 240 Partnern verkauft werden.

(Bild. James Martin /CNET)

Das iPhone wird dann in drei Varianten angeboten: mit 16, 32 oder 64 GByte, jeweils in den Farben Silber und Schwarz. Die Preise liegen laut der Präsentation auf der Veranstaltung mit einem Zweijahresvertrag bei 199, 299 beziehungsweise 399 Dollar. Ein im Vorfeld in der Gerüchteküche diskutiertes 128-GByte-Modell kommt doch nicht.

(Update 13. September 12 Uhr 05: Inzwischen hat Apple auf seiner Website auch die Preise (ohne SIM-lock) für das neue iPhone bekannt gegeben: Sie liegen bei 679,00 Euro für die Variante mit 16 GByte, die Ausführung mit 32 GByte kostet 789,00 Euro und das Topmodell mit 64 GByte schlägt mit 899,00 Euro zu Buche.)

Vorbestellungen werden ab 14. September entgegengenommen. Im Zuge der Erweiterung der Produktfamilie ersetzt das iPhone 4 das iPhone 3GS als Einsteiger-Smartphone. Es soll dann von den Providern zusammen mit einem Zweijahrsvertrag ohne Kosten für die Hardware an Kunden abgegeben werden.

Noch vor dem Auslieferungsbeginn des iPhone 5 wird Apple am 19. September iOS 6 für iPhone 4, 4S, 3GS, das iPad 2 und das iPad 3, sowie die vierte Generation des iPod touch freigeben.

Wie erwartet hat sich Apple auch einige technische Finessen für das iPhone 5 ausgedacht. Zunächst ist es mit 7,6 Millimetern Stärke noch einmal etwas dünner und mit 112 Gramm auch etwas leichter als sein Vorgänger: Das iPhone 4S ist 9,3 Millimeter dick und bringt wiegt 140 Gramm auf die Waage. Das 4-Zoll-Retina-Display im 16:-Format löst 1136 mal 640 Pixel auf kommt laut Apple mit einer deutlich höheren Farbsättigung.

Herzstück des Smartphones ist der neue A6-Prozessor, der in dem Gerät seine Premiere feiert. Er ist laut Apple doppelt so schnell wie der A5 – das gelte auch bei der Verarbeitung von Grafik. Und, was für das Gesamtkonzept wohl auch wichtig war, er ist trotz der höheren Leistung ein Viertel kleiner als der A5 im iPhone 4S.

(Bild. James Martin / CNET)

Nachgebessert hat Apple auch beim Akku: Die neue Batterie soll für 8 Stunden Mobilfunkgespräche und mobilen Internetzugriff, 10 Stunden Surfen via WLAN beziehungsweise 225 Stunden im Standby ausreichen.

Dass Nokia ständig die Qualität seiner Kameras betont, hat sich Apple wohl nicht länger bieten lassen wollen: Das iPhone 5 kommt wie sein Vorgänger mit einer 8-Megapixel-Kamera, die Bilder nun mit einer Auflösung von 3264 mal 2448 aufnimmt. Das Kameramodul wurde ungefähr im selben Verhältnis wie das gesamte Telefon geschrumpft, damit es in das neue Gehäuse passt. Aufnahmen werden durch den neuen Prozessor unterstützt, der dafür mit besonderen Eigenschaften ausgestattet wurde. Eine mit Jailbreak auch bisher schon mögliche Panoramafunktion hoben die Firmenvertreter besonders hervor.

Videoaufnahmen sind im Format 1080p möglich, die die für Videotelefonie an der Frontseite angebrachte Linse nimmt Bilder nun in 720p auf. Für bis zu zehn unterschiedliche Personen gibt Apple der Kamera zudem eine Gesichtserkennung mit.

Neuerungen gibt es auch beim Dock Conector. Er ist nun nur noch ein Fünftel so groß wie bisher und wird unter dem Namen Lightning vermarktet. Zubehöranbieter sind von Apple bereits informiert und werden in den nächsten Wochen ihre Produkte aus der Schublade zaubern.

Apple bietet zudem einen Adapter an, der den neuen mit dem alten, seit 2003 genutzten 30-Pin-Dock-Connector, verbindet – zum Lieferumfang gehört der aber nicht, sondern muss für 29 Euro extra erworben werden. (Update 13. September 7 Uhr 24: Da der Preis inzwischen bekannt ist, wurde er hier nachgetragen. Er fällt erfreulicherweise geringer aus, als von ITespresso zunächst befürchtet.)

Wie erwartet hat Apple in die neue iPhone-Generation neben WLAN (802.11n) sowie HDPA+ und DC-HSPDA auch LTE integriert – und zwar nicht nur wie beim iPad zunächst nur für die US-Frequenzen, sondern auch für die Nutzung in Europa und den USA. Und natürlich hat man sich in Cupertino einen schicken Namen dafür ausgedacht: “Ultrafast Wireless”. Praktisch ist, dass die Antenne je nach deren Verfügbarkeit zwischen den Mobilfunknetzen umschalten kann.

In Deutschland wird das LTE-iPhone laut Liste auf der Apple-Website über die Deutsche Telekom vermarktet – voraussichtlich, denn wegen LTE könnte es noch spannend werden: Samsung hat bereits damit gedroht, wegen Verletzung seiner Patenten bei der Funktechnologie durch Apple klagen zu wollen, HTC könnte – je nachdem wie ein noch schwebendes Verfahren in den USA ausgeht, ebenfalls dazu berechtigt sein.

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