McAfee meldet höchste Steigerung von Malware seit 4 Jahren

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Im aktuellen Threat Report für das zweite Quartal 2012 verzeichnet der Security-Anbieter 1,5 Millionen Schadprogramme mehr als im ersten Quartal.

Eigentlich wollte McAfee wie immer nur die aktuellen Sicherheitstrends in seinem Threat Report präsentieren, doch diesmal war das Ergebnis noch viel erschreckender als in den Quartalen zuvor.

Die exponentielle Malware-Steigerung bricht mit ganzen 1,5 Millionen zusätzlichen Schädlingen alle Rekorde. Auch weitere, nur noch “alarmierende” Trends, meldet der Security-Spezialist: Zunahmen gab es auch bei Drive-by-Downloads (dem unbeabsichtigten Herunterladen von Software), beim Auftreten von Ransomware (der Verschlüsselung privater Daten auf fremden Rechnern mit nachfolgenden Erpressungsversuchen) und bei Botnets, die mittlerweile oft via Twitter kontrolliert werden.

Die McAfee Labs hatten in ihren aktuellen Forschungen nahezu 100.000 Schadprogramme ausgemacht, und täglich konnten zahlreiche Variationen dieser Programme festgestellt werden.

Nach dem explosionsartigen Anstieg der Malware für Mobilgeräte im ersten Quartal 2012 schwächt sich der Anstieg von Schadprogrammen für das Android-System nicht ab: Nahezu jede im zweiten Quartal 2012 neu entdeckte mobile Malware richte sich gegen Android-Plattformen, meldet McAfee. Die Schädlinge für das Google-Mobilsystem setzten sich aus SMS-Malware, mobilen Botnets, Spyware und destruktiven Trojanern zusammen.

Neben einer leichten Steigerung der Android-Fieslinge verzeichnet der Report ein deutliches Wachstum der über Speicher-Sticks eingeschmuggelten Schädlinge. Insbesondere der AutoRun-Wurm sei mit 1,2 Millionen Samples im zweiten Quartal aggressiv unterwegs gewesen.

McAfee nennt viele weitere bedrohliche Trends, die insbesondere IT-Abteilungen helfen könnten, ihre Netzwerkschutz-Prioritäten passend zu planen. In anschaulichen Charts präsentiert der Report auch Statistiken zur Verteilung der Bedrohungen mit gesonderten Grafiken zu SQL-Injections, XSS-Attacken, gefährlichen Websites, Ransomware-Aufkommen und mehr – unübersichtliche Gesamtstatistiken erspart der Anbieter dem Leser: dieser würde ohnehin nur einen exponentiellen Anstieg sehen und nicht die wichtigeren nötigen Einzel-Schutzmaßnahmen.

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