Hacker veröffentlichen Zugangsdaten britischer Polizisten

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Unter dem Anspruch der “Operation Free Assange” wurde ein britischer Polizei-Server gehackt – er enthielt  Zugangsnamen und Passwörter von britischen Polizisten samt deren Telefonnumern, die sich unversehens auf der Aktivisten-Website “Pastebin” wiederfanden.

Ein Hacker hat auf Pastebin Zugangsnamen und Passwörter von britischen Polizisten samt deren Telefonnumern öffentlich gemacht, zusammen mit anderen Daten von Polizeiservern wie www.police.uk. Der Unbekannte ist nach eigenen Angaben nicht Anonymous zugehörig, fühlt sich aber als Teil der “Operation Free Assange”. Sein Online-Handle lautet 0x00x00.

Die Behörden in den betroffenen Grafschaften Hertfordshire und Nottinghamshire überprüfen die Behauptungen noch. Die Polizei Hertfordshire bestätigte immerhin, die Daten hätten sich auf der externen Site der Behörde befunden, weil ein öffentliches System namens “Safer Neighbourhoods” darauf zugreife. Dem Hacker zufolge waren die Daten bei Amazon Web Services gehostet, was die Polizei nicht bestätigte.

Die Hertfordshire Constabulary sagt weiter, es gebe “derzeit keinerlei Hinweise, dass irgendwelche persönlichen Daten von Beamten oder Bürgern kompromittiert wurden”. Man habe dennoch Teile der Website als Sicherheitsmaßnahme abgeschaltet. Auch in Nottinghamshire gibt man sich nach ersten Ermittlungsschritten zuversichtlich, dass keine geheimen Informationen eingesehen wurden.

Der Hacker schreibt, er habe nur demonstrieren wollen, “wie unsicher das Web ist”. Der Wunsch der britischen Behörden, Wikileaks-Gründer Julian Assange an Schweden auszuliefern, hatte zuletzt auch zu Angriffen gegen das britische Justizministerium, aber auch gegen die nicht in den Fall verwickelte Universität Cambridge geführt.

[mit Material von David Meyer, ZDNet.com]