Schlechtes Wetter garantiert Online-Verkäufe

E-CommerceMarketing

Die erste ernstzunehmende Online-Buchhandlung Deutschlands war Lehmanns (lange vor Amazons Marktstart), und sie wächst und gedeiht. Bei nicht so gutem Wetter besser, wie ein Blick auf die Korrelation zwischen Temperatur und Bestellvorgängen zeigt.

Eigentlich ist es logisch: Wenn es warm ist, tummeln ich die Deutschen lieber im Freien. Die aktuellen Verkaufszahlen bei Lehmanns betätigen das. Auf dem Bild ist zu sehen: Bei niedrigen Temperaturen gehen deutlich mehr Bestellungen ein. Nur bei Minusgraden scheint die Kauflust nicht mehr so groß zu sein.

Der Grund für die Studie sei ein ganz persönliches Anliegen des WebShop Managers Christoph Kaeder gewesen. “Die Menschen kaufen die meisten Bücher, wenn es draußen trocken und grau ist – und kühl, aber nicht kalt”, so wurde es dem jungen Lehrling in seiner Ausbildung beigebracht. Die Neugierde hat Herrn Kaeder bis heute keine Ruhe gelassen – jetzt weiß er: “Wie so oft, lag mein Ausbilder hier richtig. Jetzt ist meine Neugierde (vorerst) gestillt und wir können beim Wetterbericht der Tagesschau schon ablesen, wie viel Arbeit wir in den nächsten Tagen haben werden.”

Lehmanns macht lange nicht so viel Umsatz wie Amazon und hat keine verkaufstechnisch optimierten Algorithmen, die automatisch die wahrscheinlichsten Kaufgegenstände für den entsprechenden User in den Vordergrund der Bildschirmanzeige stellen. Doch das temperaturbedingte Käuferverhalten ist  geblieben, wie es schon vor Internet-Zeiten war. Mit dem Unterschied, dass es sich heutzutage in Realzeit abbilden lässt.

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