Studie: Tablets in Unternehmen werden vor allem von IT-Abteilungen eingeführt

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Der Betreiber der Open-Source-Content-Plattform Alfresco gibt Ergebnisse seiner weltweiten Umfrage zum Thema “Einsatz von Tablet-PCs in Unternehmen 2012” bekannt. Überraschendes Ergebnis: Nicht die Anwender, sondern die IT-Abteilungen forcieren das Mitbringen eigener Geräte.

Die Studie von Alfresco zeigt einen Trend zu einer “Drei-Bildschirm-Realität”, nennt es der Software-Anbieter der “Commercial Open Source”-Lösung: Tablet-PCs kommen zusätzlich zu Smartphones und Laptops zum Einsatz.

Laut Alfresco wird die Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs in Unternehmen nicht wie allgemein angenommen durch die Anwender, sondern durch die IT-Abteilung forciert. Der generelle Eindruck der “Konsumerisiering”, der Unternehmens-IT liege vollkommen neben der Wirklichkeit. Die Annahme, Mitarbeiter würden Hardware in die Büros “schmuggeln”, um damit die trägen IT-Abteilungen zu unterlaufen, die einem Technologiewandel im Weg stehen, sei vollkommen falsch.

John Powell, Alfresco-CEO: “Die IT-Abteilung ist die treibende Kraft”.

“Für die Studie wurden Kunden und Interessenten von Alfresco weltweit befragt – darunter große IT-Unternehmen, Behörden, Schulen und Universitäten sowie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und dem Finanzsektor”, versucht der Anbieter die Wahrhaftigkeit seiner Aussagen zu beteuern.

Dann folgen die Zahlen: Ungefähr 56 Prozent der Befragten kamen aus der IT-Abteilung, über 90 Prozent hatten bereits einen Tablet-PC benutzt und mehr als 75 Prozent hatten ihn bereits für geschäftliche Belange eingesetzt. Die IT-Abteilung sei nicht hinderlich, sondern setze sich positiv mit dem Thema Tablet-PCs auseinander. Sie denke aktiv über den besten Einsatz der mobilen Geräte im Unternehmen nach.

Doch erst einmal werden die Tabets noch überwiegend zum Konsum von Inhalten genutzt: 89 Prozent setzen den Tablet-PC gelegentlich bis regelmäßig zum Surfen im Internet ein, 82 Prozent für E-Mails. Über 60 Prozent lehnen VoIP, Skype, Instant Messaging und andere synchrone Kommunikationsformen weitgehend ab. 44 Prozent nutzen keine sozialen Netzwerke. “Das bedeutet, dass der Tablet-PC eher ein Gerät für den Medien- und Informationskonsum als ein aktives Social-Networking-Gerät ist”, interpretiert das Alfresco-Marketing die Zahlen.

Laptops verlieren an Mobiltät und stehen zunehmend “verkabelt am Tisch”, der Einsatz von Smartphones und Tablets nimmt zu: “57 Prozent der Befragten nutzen Smartphones, um unterwegs geschäftliche Angelegenheiten zu organisieren, zum Beispiel beim Geschäftsessen”, schreibt der Anbieter: “Hier verwenden nur 34 Prozent Tablet-PCs. Im Café bedienen sich 51 Prozent des Smartphones, 43 Prozent des Tablet-PCs. Tatsächlich überholt der Tablet-PC den PC vor allem beim Einsatz zu Hause (48 Prozent zu 46 Prozent), überwiegt klar bei geschäftlichen Terminen (55 Prozent zu 24 Prozent) und dominiert auf Konferenzen (59 Prozent zu 13 Prozent)”.

Insgesamt sehe man also die “Drei-Bildschirm-Realität” kommen, denn die Gerätekategorien würden sich nicht ersetzen, sondern mit neuen Einsatzbereichen ergänzen. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen seien die Wegbereiter für die neue mobile Welt, Großkonzerne lägen knapp dahinter.

John Powell, CEO von Alfresco . “Der wirkliche Antrieb hinter den Innovationen sind die IT-Abteilungen, die für die Einführung von Tablet-PCs verantwortlich zeichnen”.

Im kostenlosen E-Book “Tod durch Powerpoint” nimmt OpenSource-Anbieter Alfresco die Ergebnisse seiner Studie auseinander.

Im neuen E-Book-Manifest “Tod durch PowerPoint, Wiederauferstehung durch den Tablet-PC“, das zur Zeit bei OccupyMeeting.com erhältlich ist, nimmt das Unternehmen die Ergebnisse und ihre Bedeutung genauer unter die Lupe.

Die Ergebnisse der kompletten Befragung finden sich hier. Und natürlich will der Anbieter mit der Studie seinen Unternehmens-Cloud-Content-Management-Dienst und dessen kostenpglichtige Service-Angebote bewerben. Er offeriert 10 GByte kostenlosen Online-Speicherplatz für Unternehmen, die ihren Unternehmens-Content mit Alfresco steuern.

Schon im Juli beteuerte Alfresco-Chef Powell: “Wir haben scon 3,3 Milliarden Dokumente in unserem System”. Kein Wunder bei kostenloser Software und kostenfreiem  Speicher.

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