Plant VMware eine Revision seines Lizenzmodells?

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Der Virtualisierungspionier will angeblich zurück zur Abrechnung nach CPU-Cores. Die vergangenes Jahr eingeführte vRAM-Lizenz war unpopulär und wird voraussichtlich bald das Zeitliche segnen.

Nach unbestätigten Berichten soll VMware eingesehen haben, dass die Einführung der vRAM Lizenzen ein Fehler war und plant die Rückkehr zur Lizenzierung nach Prozessorkernen. Die mit vSphere 5 vor fast genau einem Jahr eingeführte vRAM Lizenz hatte damals zu einem regelrechten Aufstand bei den Kunden geführt und diese dazu bewegt, sich Microsoft Hyper-V  als Alternative anzusehen. Microsoft ist entschlossen, diese Schwäche zu nutzen. Hyper-V 3 soll in der aktuellen Version zusätzliche Funktionen erhalten, die es für Unternehmenskunden interessanter machen. In seiner Werbung in den USA diffamiert Microsoft vRAM als “vTAX”, also als Steuer, die VMware erhebt.

VMware selbst hatte schon wenige Wochen nach Einführung der vRAM Lizenz das Modell in einigen Punkten revidiert und kundenfreundlicher gestaltet. Allerdings änderte dies nur wenig an der grundsätzlichen Kritik einiger Unternehmen, vRAM sei zu teuer.

Der Abschied von vRAM und die Rückkehr zu Prozessorkernlizenzen würde nicht nur bedeuten, dass VMwares Produkte preisgünstiger werden, sondern auch Bundle-Angebote attraktiver machen, die aus vSphere in Verbindung mit vShield, vCloud Director und vCenter Operations bestehen könnten.

Die Strategieänderung könnte in Zusammenhang mit dem anstehenden Führungswechsel bei VMware stehen. Am 1. September übernimmt Pat Gelsinger den Posten von Paul Maritz, der zu EMC wechselt.