Amazon sichert Daten im Gletscher

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Sicher einfrieren will Amazon Daten in seinem neuen günstigen Storage-Service “Glacier”. Der Name deutet schon an: Nicht mit aktiven Speicherdiensten wie Dropbox will man konkurrieren, sondern eher dauerhafte Absicherung selten benötigter Daten anbieten.

Eiskalt weggespeichert – Amazon Web Services hat sein Cloud-Storage-Portfolio heute um ein neues Produkt erweitert: Die Cloud-Lösung “Glacier” soll vor allem als günstige Speicherlösung zur Datenarchivierung und -Sicherung dienen. Damit bietet Amazon eine echte Alternative zu teuren und fehleanfälligen Bandspeichern und Disk-Storage-Systemen.

Der neue Cloud-Service wurde in erster Linie dazu entwickelt, Daten zu speichern, auf die nur selten zugegriffen wird. So sollen beispielsweise digitale Medienarchive, Finanz- und Patientenunterlagen oder Daten, die zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften aufbewahrt werden müssen, ihren Platz in der Wolke finden. Der seltenen Nutzung trägt Amazon durch sehr hohe Abrufzeiten Rechnung. Rund 3,5 bis 4,5 Stunden muss der Nutzer einplanen, um an seine Daten zu gelangen. Die Backups werden bei Glacier in Form von Archiven gespeichert.

Was der User an Zeit investiert, macht er dafür aber im Geldbeutel wett. Für ein Gigabyte Speicher müssen US-Anwender nur 1 US-Cent monatlich investieren. Wer den Speicher von Europa aus nutzt, zahlt 10 Prozent mehr und kommt damit auf 1,1 US-Cent je Gigabyte im Monat. Das Abrufen der Daten ist kostenlos, sofern der Nutzer nur auf bis zu 5 Prozent seiner monatlich hochgeladenen Daten zugreift. Wer mehr abrufen möchte, zahlt 11 US-Cent für jedes zusätzliche Gigabyte Datentransfer.

Anders als bei den meisten Cloud-Lösungen ist bei Glacier keine Vorabzahlung nötig. Der User kann damit die Menge an benötigten Speicherplatz jederzeit flexibel anpassen.

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