Wird Chiphersteller VIA gekauft?

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Bei den Prozessoren und ASICs (Halbleiter für Spezialaufgaben) für den PC-Markt konnte das Unternehmen, das einst mit BIOS-Chips sein PC-Geschäft startete, nicht mehr mithalten – und ist so zum Übernahmekandidaten geworden. Ein chinesischer Hersteller von Kommunikations-Chips steht angeblich schon bereit für den Kauf.

Chip-Produzent VIA ist Gerüchten zufolge im (Aquise-)Visier  eines chinesischen Herstellers von Kommunikations-Chips, berichtet Branchen-Barometer Digitimes.

Nachdem VIA in der ersten Hälfte 2012 bereits Nettoverluste von 1,86 Milliarden Taiwan-Dollars (über 50 Millionen Euro) hinnehmen musste und schon im Vergleichsquartal des Vorjahres in noch tiefere  rote Zahlen gerutscht war, seien Marktbeobachter “konservativ” bezüglich VIAs Zukunftsaussichten, drückt Digitimes es in milden Worten aus. Obwohl die Juli-Umsätze schon besser seien als die im Vormonat, drücke die schlechte Weltkonjunktur und die hohe Konkurrenz durch chinesische Whitebox-Hersteller die Erwartungen nach unten.

Doch Digitimes muss als Lobby der taiwanischen Industrie natürlich etwas Positives über das heimische Unternehmen VIA sagen: der Verlust stamme nur aus dem PC-Geschäft, doch die Firma habe immer noch einige (fortschrittliche) Technologien und Forschungseinrichtungen im CPU-Bereich – sowie andere  Abteilungen, die profitabel sind.

VIA Telecom etwa habe bereits den Turnaround geschafft, VIA Labs habe den Einstieg in den USB3-Markt gefunden und die Tochter WonderMedia, die ARM-basierte Prozessorplattformen entwickelt, verdient ebenfalls schon Geld.

Ob VIA nun übernommen wird oder nicht: Seine Techniken bleiben in vielen PCs und anderen digitalen Geräten erhalten.

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