Pixar öffnet Entwicklern seine Grafikbibliotheken

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Die Software, die für zahlreiche Animationsfilme der Disney-Tochter Pixar verwendet wurde, steht nun als OpenSource für andere Programmierer bereit.

Die Pixar Animation Studios veröffentlichen Grafikbibliotheken für das Rendern dreidimensionaler Objekte. Mit den neuen OpenSubDiv-Routinen werden die Oberflächenberechnungen nun auch blitzschnell in massiv parallelen Umgebungen erledigt.

Pixar warnt selbst, dass es sich noch um Beta-Codes handelt, deren APIs sich noch verändern könnten – so gesehen ist diese zur Grafikmesse Siggraph 2012 veröffentlichte Software erst einmal als Einblick in die Arbeit mit den Profi-Routinen des Animationhauses gedacht.

Die OpenSubdiv-Bibliotheken werden unter Microsofts Public-License-Regeln veröffentlicht und sind für nichtkommerzielle wie auch kommerzielle Nutzung kostenlos. “Das ist derselbe Code, den Pixar intern für die Filmproduktion verwendet”, betont das Unternehmen. Man beabsichtige, die Nutzung der High-Performance-Grafikfunktionen für das Berechnen von Subdivision-Oberflächen zu fördern. In der Technik dazu werden 3D-Gitternetze immer weiter verkleinert, um die Bilder gerade statt pixelig aussehen zu lassen.

Die Pixar-Software soll in nur 3 Millisekunden das umsetzen können, was Profi-Animationssysteme wie Maya oder Presto in ganzen 100 ms erledigen: Eine Figur aus 30.000-Gitternetzpolygonen durch die “Subdivision” in 500.000 Polygone umzusetzen, um so ein noch schöneres Rendering ohne Pixel-Effekte zu ermöglichen.

Pixar möchte seine weiteren Entwicklungen künftig in Opensubdiv und seine eigenen Animationssysteme  integrieren. Diese kosten dann allerdings über 1000 US-Dollars.

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