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Windows 8 lässt sich offenbar nicht standardmäßig im Desktop-Modus starten

Der gekachelte Startbildschirm ist offenbar nicht mehr zu umgehen. Das verraten durchgesickerte finale Builds. Für geschäftliche Nutzer könnte das ein weiterer Grund sein, zögerlich auf das neue Betriebssystem umzusteigen.

von Bernd Kling 1


Durchgesickerte finale Builds von Windows 8 verraten letzte Änderungen, die von Microsoft seit dem Release Preview vorgenommen wurden. Demnach sind zuvor mögliche Wege versperrt, den bis vor Kurzem noch als “Metro”-Oberfläche bekannten, gekachelten und Touch-optimierten Startbildschirm zu umgehen. Insbesondere geschäftliche Nutzer könnte das noch stärker zögern lassen, auf die neue Version des Betriebssystems umzusteigen.

Rafael Rivera, Mitautor des angekündigten Buchs “Windows 8 Secrets”, hat das Gerücht überprüft und ZDNet gegenüber bestätigt. Nach seiner Darstellung ist es nicht mehr möglich, wie zuvor einen Shortcut für den Wechsel in den Windows-8-Desktop zu schaffen und diesen per Aufgabenplanung gleich nach dem Start ausführen zu lassen. Administratoren dürften auch nicht mehr darauf hoffen, den nicht allseits beliebten Startbildschirm durch Gruppenrichtlinien vermeiden zu können.

Was bleibt, sind eine Reihe von Tastaturkürzeln für möglichst minimale Interaktion mit dem Startbildschirm und schnelleren Wechsel in den Desktop-Modus. Die Oberfläche, die nach Aufgabe des Codenamens “Metro” noch auf einen neuen Namen wartet, soll sich aber definitiv nicht völlig umgehen lassen.

Die Leser von ITespresso sahen Windows 8 bei einer Umfrage im April größtenteils noch skeptisch (Grafik: ITespresso).

Während der neue Startbildschirm auf Tablets und Touchdisplays vielfach willkommen sein mag, sehen ihn geschäftliche Nutzer eher als ärgerliches Hindernis auf dem Weg zum Desktop. Das geht auch aus einer Umfrage von TechRepublic hervor, einer Schwestersite von ZDNet.com. Viele der mehr als 3000 befragten IT-Professionals bemängelten das fehlende Startmenü sowie den in den Hintergrund gedrängten Desktop. Sie befürchten einen hohen Trainingsaufwand, um die Nutzer auch mit Windows 8 zu effektiver und zeitsparender Arbeit zu befähigen.

Auch die Leser von ITespresso sind bei Windows 8 zurückhaltend: Bei einer Umfrage im April hatten sich 19 Prozent der Umfrageteilnehmer noch nicht mit dem neuen Betriebssystem aus Redmond auseinandergesetzt. 45 Prozent haben dagegen schon eine klare Meinung: Was sie bisher gesehen haben, schreckt sie eher ab, als Begeisterung zu wecken. Damit stehen über 80 Prozent der Befragten Windows 8 skeptisch oder sogar ablehnend gegenüber. Nur fünf Prozent finden was sie bisher von Windows 8 gesehen haben “zumindest interessant”. Nicht ganz jeder Achte fühlt sich durch das nächste Microsoft-OS “sehr angesprochen”.

Inzwischen wurden auch die in schrillen Farben gehaltenen Hintergründe enthüllt, die Microsoft für den Startbildschirm bereitstellt. Eher zurückhaltend gestaltet sind hingegen die Verkaufspackungen für Windows 8, die The Verge bereits abbilden konnte. Sie stellen das Logo der neuen Kachel-Oberfläche heraus. Auch hier setzt Microsoft ganz auf das, was nach dem Verzicht auf den Begriff “Metro” vorläufig mit “Windows-8-style” bezeichnet wird.

[mit Material von Mary Jo Foley, News.com]

Bildergalerie: So sieht Windows 8 aus

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Eine Antwort zu Windows 8 lässt sich offenbar nicht standardmäßig im Desktop-Modus starten

  • 8. August 2012 à 13:11 von Gerhard Fritz

    Ich habe mich intensiver mit dem neuen Windows 8 befasst. Mag die Darstellung mit den Kacheln für einen Tablet-pc seine Vorteile haben, für den normalen PC in den Firmen ist das äußerst verwerflich. Das eignet sich einfach nicht für den täglichen Gebrauch. Da kann man nur hoffen, dass es Microsoft nicht eines Tages einfallt, den Support für Windows 7 einzustellen. Aber dann sollten die Benutzer, in erster Linie Handel und Industrie auf die Barrikaden gehen.

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