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Apple-Mitgründer Steve Wozniak hält Cloud Computing für einen Albtraum

“Es wird schrecklich werden”, glaubt Apples Mitgründer. Er befürchtet schwindende Nutzerrechte und immer weniger Kontrolle. Wozniaks Befürchtungen werden durch einen über Apples Support durchgeführten Angriff auf einen Apple-Produkte und iCloud nutzenden Journalisten illustriert, der in den USA für Aufsehen gesorgt hat.

von Bernd Kling 1


Apple-Mitgründer Steve Wozniak hält Cloud Computing für riskant und erwartet deshalb in den nächsten Jahren erhebliche Probleme. “Ich glaube, es wird schrecklich werden”, sagt er über die Datenspeicherung auf fernen, fremden Servern.

Die Cloud führe dazu, dass man nichts mehr besitze, beklagte Wozniak. “Wir haben bereits unterschrieben und verzichtet.” Mit der Verlagerung in die Cloud gehe immer mehr Kontrolle verloren: “Ich mache mir wirklich Sorgen, weil alles durch die Cloud geht”, sagte er. “Ich glaube, in den nächsten Jahren kommen eine Menge furchtbare Probleme auf uns zu.”

Die Äußerungen fielen, als der Apple-Mitgründer die vorletzte Vorstellung des umstrittenen Theaterstücks “The Agony and the Ecstasy of Steve Jobs” besuchte. Autor und Darsteller Mike Daisey setzt sich in diesem Ein-Mann-Stück in einem zweistündigen Monolog kritisch mit den Arbeitsbedingungen auseinander, unter denen Apples Produkte in China gefertigt werden. Nach der Vorstellung kam Wozniak auf die Bühne und stellte sich mit gewohnter Offenheit den Fragen des Publikums.

Mat Honans Albtraum mit der Cloud

Fast zeitgleich mit Wozniaks Mahnrede erlebte der US-Journalist Mat Honan seinen persönlichen Albtraum mit Apples iCloud. Es begann damit, dass sein iPhone ausfiel. Beim Versuch, eine Wiederherstellung über iCloud einzuleiten, erhielt er keinen Zugang. Er öffnete sein MacBook – und war auch dort nach einem Reset ausgesperrt, der ohne sein Zutun eingeleitet wurde. Nicht besser erging es ihm bei seinem iPad. Ihm wurde klar, dass sich jemand Zugang zu seinem iCloud-Konto verschafft hatte und damit auch seine Geräte kontrollieren konnte.

In der Folge vermochte der Unbekannte auch noch auf Honans Gmail-Konto sowie sein Twitter-Konto zuzugreifen und die Passwörter zu ändern. Damit erhielt er Zugriff auf das Twitter-Konto von Gizmodo.com, für das Honan früher geschrieben hatte – dessen 415.000 Follower wurden wenig später mit anstößigen und rassistischen Tweets eingedeckt. Inzwischen hatte der Angreifer außerdem die nicht mehr aufzuhaltende Fernlöschung von Honans MacBook eingeleitet, die zu erheblichem Datenverlust führte.

Honan gab sich zunächst selbst die Schuld am Unheil, das aus der Cloud über ihn gekommen war. Seine Vermutung aber, dass sein siebenstelliges und seit Jahren nicht geändertes Passwort geknackt worden war, erwies sich jedoch als falsch. Tatsächlich hatte Apples Support das Desaster verursacht. Der Angreifer hatte sich einfach Apple gewandt, erfolgreich als Mat Honan ausgegeben und Zugang zu dessen iCloud-Konto erhalten.

Mit einem besseren Beispiel wären Steve Wozniaks Befürchtungen kaum zu illustrieren gewesen. “Ich sage, je weiter wir damit gehen, alles ins Web zu verlagern, in die Cloud, desto weniger werden wir es kontrollieren können.”

[mit Material von Chris Matyszczyk, News.com]

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Eine Antwort zu Apple-Mitgründer Steve Wozniak hält Cloud Computing für einen Albtraum

  • 9. August 2012 à 11:33 von Kermit

    Aus der Bibel, Offenbarung Kap.13, Verse 16-18

    »16 Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn
    17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
    18 Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertundsechsundsechzig.«

    Und da soll noch einmal einer sagen, dass man dieses Buch und den der es inspiriert hat, nicht ernst zu nehmen braucht.

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